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Haar-Mythen - Junge Mann sitzt im Auto

Haar-Mythen | Der Artikel über Wahrheit und Irrtümer

Glänzendes, dichtes und stark wachsendes Haar ist der Traum aller Frauen und Männer. Doch was tun, wenn sich haarige Probleme auftun und der frühere Glanz und das Volumen wie aus dem Nichts verschwinden. Viele Haarprobleme sind hausgemacht und den Mythen geschuldet, die sich trotz wissenschaftlicher Erkenntnisse hartnäckig halten und im 21. Jahrhundert nicht an Bedeutung verloren haben.

Inhaltsverzeichnis

  1. Die bekanntesten Haar-Mythen im Überblick
  2. Warum sich Mythen besonders hartnäckig halten
  3. Fazit: Glauben Sie nicht alles, was von Oma überliefert wurde!

Die bekanntesten Haar-Mythen im Überblick

Luftgetrocknetes erhöht die Haargesundheit und 100 Bürstenstriche am Tag sorgen für den gewünschten Glanz. Wenn Sie unter Schuppen leiden, sollten Sie durch „nachfetten“ helfen und die Kopfhaut von ihrer Trockenheit befreien. Gehen Sie nun noch alle sechs Wochen zum Frisör, wächst Ihr Haar deutlich schneller als ohne Spitzenschnitt und Sie müssen nicht lange auf die gewünschte Löwenmähne warten. Es klingt alles plausibel, finden Sie nicht?

Welche Aussagen der Wahrheit entsprechen und welche Worte nicht mehr als eine der bekannten Haar-Mythen sind, wissen Sie nach dieser Aufklärung mit Sicherheit.

Bei Kopfhautschuppen braucht das Haar mehr Feuchtigkeitspflege

  • In den wenigsten Fällen sind Schuppen auf eine trockene Kopfhaut zurückzuführen. Das ist ein Mythos, der Ihre Problematik durch einen anschließenden Pflegefehler verstärkt.
  • Schuppen bilden sich auf fettiger Kopfhaut und werden größtenteils durch Hefepilze verursacht, die sich im öligen Milieu besonders wohl fühlen.
  • Abhilfe kann nur durch ein pH-neutralisierendes und im Bedarfsfall antimykotisches Shampoo geschaffen werden.
  • Greifen Sie hingegen zu fett- und feuchtigkeitshaltigen Pflegeprodukten, regen Sie die Schuppenbildung an.

Föhnen und Glätten lässt die Haare abbrechen

  • Dass Hitzestylings die Haaroberfläche aufrauen entspricht der Wahrheit.
  • Doch auch das häufig empfohlene Lufttrocknen schädigt das Haar und lässt es vor allem in den Längen aufquellen.
  • Der Trocknung mit einem Fön steht nichts entgegen, wenn die Föntemperatur auf niedrige Hitze eingestellt wird.
  • Das Glätteisen darf nur auf trockenem Haar verwendet werden, da es sonst tatsächlich zur Schädigung bis hin zum Bruch der Haare führt.

Regelmäßige Friseurbesuche beschleunigen den Haarwuchs

Haar-Mythen - Friseurbesuche beschleunigen den Haarwuchs

  • Ihr Haar wächst nicht schneller, egal wie häufig Sie die Spitzen schneiden lassen.
  • Denn der Haarwuchs passiert in den Follikeln auf Ihrer Kopfhaut und nicht in den Spitzen.
  • Unter allen Haar-Mythen hat sich diese These besonders hartnäckig gehalten, obwohl sie von keinem Funken Wahrheit untermauert wird.
  • Nach einem Friseurbesuch sieht Ihr Haar durch den Spitzenschnitt nur fülliger aus und erweckt den Anschein, dass es jetzt dichter und vielleicht schneller wächst.

Stress macht Grau und führt zu Haarausfall

  • Sie können beruhigt sein, denn Stress lässt Sie nicht früher ergrauen, da die Rückbildung der Melanin-Produktion eine Begleiterscheinung des Alterungsprozesses oder eine Programmierung in Ihrem genetischen Code ist.
  • Allerdings kann sich Stress auf die Haarstruktur auswirken und bei dauerhafter Anspannung zum Haarverlust führen.
  • Die frühzeitige Ergrauung können Sie nicht mit Stress begründen – fällt Ihnen das Haar aus, ist Stress als Ursache die Wahrheit und kein Mythos.

Kaltes Wasser versiegelt das Haar

  • An diesen Mythos brauchen Sie nicht glauben.
  • Das Haar ist „totes Material“, so dass eine Reaktion auf die Behandlung mit kaltem Wasser ausbleibt.
  • Für Ihre Kopfhaut ist die Kaltwasserspülung allerdings erfrischend und regt die Durchblutung an.
  • Wenn Sie Ihrem Haar zu mehr Glanz verhelfen möchten, sollten Sie anstelle zur kalten Dusche eher zu einem entsprechenden Haarpflegeprodukt greifen.

Der Haar-Mythos der 100 Bürstenstriche

  • Es gibt keinen Grund, sich täglich Zeit für 100 Bürstenstriche zu nehmen.
  • Unter den überlieferten Haar-Mythen hat sich diese Empfehlung gehalten, obwohl zu langes und zu intensives Bürsten sogar zur Schädigung der Haare führt.
  • Durch sanftes Bürsten verteilen Sie das natürliche Fett der Kopfhaut bis in die Haarspritzen.
  • Nicht einmal ein Viertel der 100 Bürstenstriche täglich sind nötig.
  • Achtung: Bürsten Sie nie nasses Haar, da es sonst zu Haarbruch oder gar zu Haarausfall kommt.

Haare brauchen alle zwei Tage eine Wäsche und intensive Pflege

  • Fakt ist: Weniger ist mehr. Kein noch so intensiv beworbenes Haarpflegeprodukt kann Spliss reparieren oder die Haarstruktur wirklich glätten.
  • Auch die unbedingt alle zwei Tage notwendige Haarwäsche ist nur im Land der Haar-Mythen einzuordnen.
  • Ihr Haar waschen Sie so, wie Sie es für richtig erachten und für notwendig befinden.
  • Wenn Sie die Wirkung von Haarpflege nicht überbewerten, werden Sie im Nachhinein nicht enttäuscht sein, wenn sie nicht eintritt.

Warum sich Mythen besonders hartnäckig halten

Es ist schön an etwas zu glauben, was schon vor vielen Jahren Probleme löste und heute noch immer gültig ist. Ihre Haare sind Ihr natürlicher Schmuck, der Sie selbstbewusst durch den Tag gehen und sich wohlfühlen lässt. Ein Grund, warum sich der ein oder andere Mythos dauerhaft hält ist die Tatsache, dass jeder Mensch an etwas glauben möchte.

Gute Ratschläge aus dem Elternhaus oder von Oma, also von Menschen mit Lebenserfahrung, werden im Regelfall nicht angezweifelt. Auch ist es einfacher, sich an einen Mythos zu halten, als sich auf Ursachenforschung zu begeben und das eigentliche Problem zu entschlüsseln.

Fazit: Glauben Sie nicht alles, was von Oma überliefert wurde!

In diesem Artikel haben Sie einige wichtige Haar-Mythen und ihren Wahrheitsgehalt kennengelernt. Vergessen Sie Omas Tipps, wenn es um Ihre Haare und um die Gesundheit Ihrer Kopfhaut geht. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen sind die meisten Empfehlungen der vergangenen zwei Jahrhunderte nur Legenden, die sich von Generation zu Generation vererbt und bis zu Ihnen vorgearbeitet haben.

Ob Lufttrocknung oder Bürstenstrich – Sie merken selbst, was Ihnen gut tut und worauf Sie besser verzichten sollten. Auch die häufigen Friseurbesuche müssen Sie nicht länger in der Hoffnung wahrnehmen (und bezahlen), dass Ihr Haar schneller wächst und der Kurzhaarschnitt bald Vergangenheit ist. Einen Hauptgrund für Haarausfall können Sie ausschließen, in dem Sie sich keinen Stress über den Wahrheitsgehalt von Haar-Mythen machen.

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