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Haarausfall
16.07.2020

Trichonodose richtig und rechtzeitig behandeln

Trichonodose bezeichnet die Verschlingung der Haare. Bleibt das Leiden unbehandelt, kommt es auf lange Sicht zu einer nachhaltigen Schädigung des Haupthaars. Im schlimmsten Fall hat die Erkrankung dauerhaften Haarverlust zu Folge. Daher ist es wichtig, dass Sie die sogenannten Schlingenhaare zeitnah behandeln. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Therapieansätze für das Leiden in Frage kommen.

Wodurch zeichnet sich Trichonodose aus?

Bei der Trichonodose bilden sich in den Haaren Schlingen. In den meisten Fällen sind davon die Kopf- und Schamhaare betroffen. Das Haar verfilzt, bricht schnell ab und lässt sich dann nur schwer wieder in Form bringen. Manchmal kommt es dadurch sogar zu Haarverlust.

Häufig geht Trichonodose mit Trichorrhexis nodosa einher. Bei letztgenanntem Leiden handelt es sich um eine Spaltbildung des Haars. Sie entsteht oft durch zu aggressive Färbemittel oder das starke Ziehen des Kopfhaars mit Kamm oder Bürste. Doch auch psychischer Stress und ein hormonelles Ungleichgewicht kommen als Ursachen in Frage.

Generell neigen Personen mit langen und dünnen Haaren eher an dem Problem. Bemerken Sie, dass sich Ihr Kopfhaar vermehrt ineinander verschlingt und verfilzt, sollten Sie sich damit an einen Experten wenden. Außerdem ist es ratsam, mechanische Belastungen von Haaren und Kopfhaut einzudämmen. Auf diese Weise wirken Sie dauerhaften Schäden wie dem Haarverlust entgegen.

Die wichtigsten Fakten im Blick:

  • Trichonodose entsteht durch äußere Einflüsse
  • im Frühstadium ist die Erkrankung gut behandelbar
  • häufig geht das Leiden mit Trichorrhexis nodosa einher
  • vor allem Personen mit dünnem, langen Haar sind gefährdet

Wie entsteht das Leiden?

Frau kratzt ihre Kopfhaut

Die Trichonodose entsteht in den meisten Fällen aufgrund äußerlicher Faktoren. Zu erwähnen sind hierbei unter anderem das Ziehen und Kratzen der Haare. Hervorgerufen wird diese Verhaltensweise oft aufgrund juckender Hautveränderungen auf dem Kopf. Doch auch durch häufiges und unvorsichtiges Massieren können auf Ihrem Haupt die hiergenannten Symptome auftreten. Des Weiteren entsteht die Anomalie durch einen langen Aufenthalt in starken Wind.

Positiv ist die Tatsache, dass sich die Schlingenhaare durch das Unterlassen der erwähnten Verhaltensweisen gut behandeln lassen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie rechtzeitig die richtigen Aktionen setzen. Treten auf Ihrem Kopf also vermehrt derartige Symptome auf, sollten Sie sofort handeln.

Wer ist besonders gefährdet?

Zur gefährdeten Gruppe zählen Personen mit dünnem Haar. Dieses ist zumeist durch eine schwächere Struktur gekennzeichnet, weshalb es zu Verfilzungen neigt. Auch bricht es bei mechanischer Belastung schnell ab und neigt zum Knicken. Bei einer solchen Haarstruktur müssen Sie eine besonders sanfte Pflege anwenden.

Auch lohnt es sich, zu einer Bürste mit weichen Borsten zu greifen. So wirken Sie Schäden durch einen zu starken Zug entgegen. Bedecken Sie Ihre Haare bei intensiven Wetterlagen mit einer Kopfbedeckung, wobei Sie darauf achten sollten, dass diese nicht zu eng am Kopf anliegt. Achten Sie des Weiteren auf eine ausgewogene Ernährung und gönnen Sie sich ausreichend Entspannung.

So lässt sich die Erkrankung behandeln

Ärztin untersucht die Haare Ihrer Patientin
Bemerken Sie, dass sich Ihre Haare vermehrt verschlingen, sollten Sie sich zu einem Dermatologen begeben. Dies gilt vor allem dann, wenn die brüchigen Kopfhaare mit juckenden Stellen auf der Haut einhergehen. Ein Hautarzt wird zuerst die Kopfhaut und die Haarstruktur unter die Lupe nehmen. Gleichzeitig wird er eine genaue Anamnese durchführen, um der Ursache des Leidens auf den Grund zu gehen.

Wird die Trichonodose durch eine Hautkrankheit verursacht, behandelt der Arzt zuerst letztgenanntes Leiden. Vor allem Pilze führen oft dazu, dass sich die Betroffenen kratzen. An den betreffenden Stellen kommt es dann zum Verschlingen des Haars. Beim Hautpilz besteht außerdem die Gefahr, dass er in die tieferen Schichten der Epidermis vordringt und dort die Haarwurzeln schädigt.

Im schlimmsten Fall entsteht an der betreffenden Stelle ein dauerhafter Haarverlust. Doch begeben Sie sich rechtzeitig zum Arzt, können Sie den Hautpilz leicht in den Griff kriegen.

Weitere Tipps zur erfolgreichen Behandlung

Bei Schlingenhaaren sollten Sie eine Zeit lang auf Kopfmassagen verzichten. Durch das Reiben der Finger auf Kopfhaut und Haaren bilden sich leicht Knoten und Verschlingungen. Vorsicht ist diesbezüglich besonders dann geboten, wenn Ihr Haupthaar dünn und bereits beschädigt ist. Nehmen Sie von Kopfmassagen so lange Abstand, bis sich die Symptome bessern.

Halten Sie sich häufig in Gegenden mit starkem Windaufkommen auf, sollten Sie eine Kopfbedeckung tragen. Diese schützt Sie vor dem Verfilzen der Haare. Auch können Sie das Haupthaar bei ausreichender Länge zusammenbinden – allerdings darf der Zopf hierbei nicht allzu eng ausfallen. Ansonsten könnte er die Kopfhaut zusätzlich belasten.

Wie ist bei Haarverlust vorzugehen?

Arzt führt ein Beratungsgespräch mit einem Patienten durch

In einigen Fällen kann das Problem auch zu Haarverlust führen. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie sich mit dem Leiden nicht rechtzeitig zum Arzt begeben. Die Haare fallen hier an den betroffenen Stellen aus, sodass in weiterer Folge viele kahle Bereiche entstehen. Manchmal ist der Haarschwund reversibel. Um das Nachwachsen der ausgefallenen Kopfhaare zu fördern, müssen Sie externe Belastungen reduzieren und eine sanfte Haarpflege anwenden.

Besteht das Leiden jedoch schon zu lange, ist mitunter eine Haartransplantation erforderlich. Hierbei werden Ihnen vom Hinterkopf Spenderhaare entnommen und an die kahlen Stellen verpflanzt. Voraussetzung dafür ist, dass auf Ihrem Kopf noch ausreichend Haare zum Auffüllen der kahlen Bereiche vorhanden sind. Darum sollten Sie bei der Eigenhaarverpflanzung rechtzeitig handeln.

Auch in der Klinik wird sich der behandelnde Arzt die betroffenen Areale im Vorfeld genau ansehen. Er wird außerdem überprüfen, ob Sie unter einer Hautkrankheit leiden. Denn soll die Behandlung von Erfolg sein, darf bei Ihnen keine Erkrankung der Kopfhaut vorliegen – ansonsten werden die neu verpflanzten Haare wieder abgestoßen.

Fazit – behandeln Sie das Leiden rechtzeitig

Trichonodose lässt sich gut behandeln. Voraussetzung dafür ist, dass Sie sich rechtzeitig zum Arzt begeben. Er wird zuerst eine ausführliche Anamnese durchführen und sich die Beschaffenheit von Haaren und Kopfhaut ansehen. So ist es ihm möglich, eine genaue Diagnose zu stellen.

Die Schlingenhaare werden in den meisten Fällen durch äußere Einflüsse wie ein häufiges Zerren oder einem langen Aufenthalt in starkem Wind verursacht. Unterlassen Sie die erwähnten Verhaltensweisen und pflegen Sie Ihre Haare sanft, erholen sich diese wieder von den Strapazen.

Gefährdet sind Sie vor allem dann, wenn Ihr Haupthaar eher dünn und länger ist. Denn bei dieser Haarstruktur kommt es leicht zu Verknotungen und Schäden. Im schlimmsten Fall kann die Belastung in einem dauerhaften Haarverlust resultieren. Daher ist es wichtig, dass Sie rechtzeitig einlenken.

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