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Haarausfall nach einer Grippe

Haarausfall nach Grippe – wenn Fieber die Haare schädigt

Fallen Ihnen plötzlich die Haare büschelweise aus und haben Sie keine Erklärung dafür, kann das verschiedene Ursachen haben. Infektionen mit hohem Fieber können zu plötzlichem Haarschwund führen. Daher ist auch ein Haarausfall nach Grippe möglich. Doch wann tritt der Haarverlust ein und wie kann er behandelt werden?

Inhaltsverzeichnis

  1. Kann Haarausfall nach Grippe entstehen?
  2. Wie kann Grippe ein derartiges Problem verursachen?
  3. Wie äußern sich die Symptome?
  4. Müssen die Haare nach einer Grippe immer ausfallen?
  5. Wie lange kann der Haarverlust anhalten?
  6. Wie lässt sich das Problem behandeln?
  7. Haartransplantation als optimale Lösung bei starkem Haarschwund
  8. Fazit: Nach Grippe können die Haare ausfallen

Kann Haarausfall nach Grippe entstehen?

Mann liegt im Bett mit Haarausfall nach Grippe

Wundern Sie sich, dass Ihnen ohne erkennbaren Grund auf einmal viele Haare ausfallen, sollten Sie einen Hautarzt konsultieren. Er schaut sich Ihre Kopfhaut sowie Ihre Haare an und führt mit Ihnen ein Anamnesegespräch. Er befragt Sie zu:

  • Lebens- und Ernährungsgewohnheiten
  • bekannten Krankheiten wie Diabetes mellitus oder Schilddrüsenerkrankungen
  • Einnahme von Medikamenten
  • Stress
  • Depressionen

So bekommt der Hautarzt bereits Anhaltspunkte für die möglichen Ursachen des Haarverlustes. Fallen die Haare auf dem gesamten Kopf gleichmäßig aus, ist auch an eine durchgemachte Infektionskrankheit zu denken. Der Hautarzt wird Sie zu Infektionen mit Fieber in der letzten Zeit befragen.

Eine Infektion mit schwerem Verlauf und hohem Fieber ist die Virusgrippe (Influenza). Sie kann zu Haarschwund führen.

Wie kann Grippe ein derartiges Problem verursachen?

Die Virusgrippe ist eine akute Erkrankung der Atemwege, die lebensbedrohlich verlaufen kann. Sie wird durch Viren verursacht und ist nicht zu vergleichen mit grippalen Infekten, für die andere Erreger verantwortlich sind.

Die Grippeviren verändern sich ständig und bilden neue Varianten aus. Ein typisches Symptom ist hohes Fieber, das durchaus 40 Grad Celsius erreichen kann.

Hohes Fieber und Infektionen können zu Veränderungen im Körper führen. Solche Veränderungen wirken sich bei einigen Patienten auch auf die Haare und deren Wachstumszyklus aus. Die Wachstumsphase wird verkürzt. Die Haare gehen vorzeitig in die Telogenphase (Ruhephase) über und fallen aus.

Wie äußern sich die Symptome?

Frau hält einen Büschel Haare in der linken Hand und einen Kamm in der rechten Hand

Der Haarausfall nach Grippe macht sich als diffuser Haarschwund bemerkbar. Auf dem gesamten Kopf fallen die Haare gleichmäßig aus. Die Patienten verlieren ihre Haare noch nicht sofort während oder nach der Grippe. Das Problem wird auch als telogenes Effluvium bezeichnet.

Aufgrund des Fiebers verkürzt sich die Wachstumsphase der Haare (Anagenphase). Zahlreiche Haarfollikel treten gleichzeitig in die Ruhephase ein. Daher fallen viele Haare auf einmal aus. Auf dem gesamten Kopf lichten sich die Haare. Die Kopfhaut kann sichtbar werden.

Nach der fieberhaften Infektion kann es zwei bis drei Monate dauern, bis Ihnen die Haare ausfallen. Nach dem Ende der Wachstumsphase folgt eine Übergangsphase, die zwei bis drei Wochen dauert. Erst danach folgt die Ruhephase, während der die Haare ausfallen.

Müssen die Haare nach einer Grippe immer ausfallen?

Diese Frage kann mit einem klaren Nein beantwortet werden. Die Influenza kann unterschiedlich stark auftreten. Während einige Patienten kaum Beschwerden verspüren, verläuft die Infektion bei anderen Patienten schwerwiegend mit hohem Fieber.

Folgeschäden, beispielsweise Gehörverlust, können eintreten. Die Grippe kann in außerordentlich schweren Fällen auch tödlich enden. Ob ein Haarausfall nach Grippe eintritt und wie stark er ausfällt, hängt davon ab, wie hoch das Fieber war und wie lange es anhielt.

Wie lange kann der Haarverlust anhalten?

Ein diffuser Verlust der Haare endet in der Regel, wenn die Ursache dafür beseitigt wurde. In der Ruhephase fallen die Haare aus. Die Haarfollikel sind noch intakt und regenerieren sich, um wieder neue Haare auszubilden.

Fallen Ihnen die Haare aus, befinden sich die nachwachsenden Haare sozusagen schon „in den Startlöchern“. Der Zyklus mit Wachstumsphase, Übergangsphase und Ruhephase beginnt von vorn.

Die Ruhephase dauert drei bis vier Monate. Daher kann es bei einem Haarausfall nach Grippe drei bis vier Monate dauern, bis die Haare wieder nachwachsen. Da die Haare im Monat etwa 1,25 Zentimeter wachsen, müssen Sie sich bis zu einem Jahr gedulden, bis die nachwachsenden Haare eine akzeptable Länge erreicht haben.

Wie lässt sich das Problem behandeln?

Arzt streckt den rechten Daumen in die Luft und hält eine Diagnose auf einen Schreibbrett in der linken Hand

Da die Haare bei einem diffusen Ausfall in den meisten Fällen von allein wieder nachwachsen, wenn die Ursache nicht mehr vorliegt, ist keine Behandlung bei einem Haarausfall nach Grippe notwendig. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, um die Zeit bis zum Nachwachsen der Haare zu überbrücken oder das Wachstum der Haare anzukurbeln:

Haarpigmentierung

Bei dieser Methode werden Pigmente, in der Farbe Ihrer Haare, in die Kopfhaut eingebracht. Sie sehen aus wie nachwachsende Haarstoppeln. Rasieren Sie Ihre Haare ab oder tragen Sie Ihr Haar raspelkurz, sehen die Pigmente wie abrasierte oder sehr kurze Haare aus. Diese Methode kann die Haare auch voller erscheinen lassen.

PRP-Behandlung

Eigenblut, das Ihnen entnommen wurde, wird zu plättchenreichem Plasma zentrifugiert und in die Kopfhaut gespritzt. Das nährstoffreiche Plasma regt das Wachstum der Haare an.

Mesohair-Therapie

Bei dieser Behandlungsmethode wird Ihnen ein Wirkstoffcocktail, der auf Ihre Haare abgestimmt ist, in die Kopfhaut gespritzt. Er stimuliert die Haarfollikel, neue Haare auszubilden.

Microneedling

Mit einem Dermaroller werden winzig kleine Verletzungen in der Kopfhaut erzeugt. An der Abheilung sind Blutplättchen beteiligt, die mit ihren Wachstumsfaktoren und Nährstoffen das Wachstum der Haare anregen.

Haartransplantation als optimale Lösung bei starkem Haarschwund

Eine optimale Lösung bei starkem Haarverlust ist die Eigenhaarverpflanzung. Sie ist die effektivste Methode, wenn der Haarausfall nach Grippe sehr stark war und die Haare nicht oder nur sehr spärlich nachwachsen.

Dort, wo noch genügend Spendermaterial vorhanden ist, werden Haare entnommen. Diese werden in vorbereitete Kanäle eingepflanzt. Zunächst fallen die transplantierten Haare aus, da sich die Haarfollikel erst erholen müssen. Nach drei bis sechs Monaten wachsen die Haare wieder nach. Das endgültige Ergebnis wird nach 12 bis 18 Monaten sichtbar.

Fazit: Nach Grippe können die Haare ausfallen

Ein Haarausfall nach Grippe ist möglich, wenn die Haare durch das hohe Fieber vorzeitig von der Wachstumsphase in die Ruhephase eintreten. Etwa zwei bis drei Monate nach der Erkrankung können Ihnen sehr viele Haare ausfallen.

Da die Haare synchron in die Ruhephase eintreten, tritt der Haarschwund gleichmäßig auf dem gesamten Kopf auf. Dieser Zustand ist in den meisten Fällen nur vorübergehend und nicht behandlungsbedürftig. Etwa drei bis vier Monate nach dem Ausfall wachsen die Haare wieder nach.

Mit einer PRP-Behandlung, Microneedling oder einer Mesohair-Therapie kann das Wachstum der Haare angekurbelt werden. Wachsen die Haare nicht wieder nach, ist die Haarverpflanzung die optimale und dauerhafte Lösung um dem Problem erfolgreich entgegenzuwirken.

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