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Haarausfall
09.07.2020

Aplasia pilorum intermittens in den Griff kriegen

Aplasia pilorum intermittens (Monilethrix) wird umgangssprachlich auch “Spindelhaare” genannt. Es handelt sich dabei um ein erblich bedingtes Leiden, das zu einem Abbrechen des Kopfhaars und zu kahlen Stellen führt. Bisher ist es lediglich möglich, die Symptome zu behandeln – denn die Ursache für Monilethrix ist nicht bekannt.

Für welche Behandlung Sie sich entscheiden, hängt von der Ausprägung Ihres Leidens ab. Vielversprechende Ergebnisse lassen sich jedoch mit der Eigenhaarverpflanzung erzielen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Aplasia pilorum intermittens?
  2. So entsteht das Problem
  3. Wie lässt sich das Leiden behandeln?
  4. Wer ist besonders häufig betroffen
  5. Welche Behandlung
  6. Richtige Behandlung

Was ist Aplasia pilorum intermittens?

Bei Aplasia pilorum intermittens handelt es sich um eine Erkrankung des Kopfhaars, die zumeist dominant vererbt wird. Konkret heißt das, dass jede Person, welche die Krankheit überträgt, sie selbst hat. Leidet also ein Elternteil an ihr, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass der Nachwuchs ebenfalls daran erkrankt. Das Leiden manifestiert sich in der Regel im ersten Lebensjahr.

Entlang des Haarschafts treten dann in einem Abstand von 0,5 bis 1 Millimeter Schwellungen und Einschnürungen auf. Dadurch brechen die Haare ab, womit der Kopf nach einiger Zeit fast kahl erscheint. Außerdem ist die Haut von Hornkegeln bedeckt. Parallel zu dieser Erkrankung können auch Zahnanomalien oder Veränderungen des Nagelbetts auftreten.

Weitere Symptome der Erkrankung

Des Weiteren ist mit Fortschreiten der Erkrankung eine perlenartige Struktur im Haar charakteristisch. Diese kommt durch kleine Knötchen zustande. Es wechseln sich dünne Areale und sichtbare Verdickungen ab, die das Entstehen kahler Bereiche begünstigen.

Die Haarpflege gestaltet sich bei Aplasia pilorum intermittens problematisch. Denn durch die Verknotungen ist es nahezu unmöglich, das Haar zu kämmen – dieses reißen Sie bei diesem Prozess oftmals ganz aus. Ist ein besonders großes Areal betroffen, entscheiden sich einige Männer daher zum vollständigen Abrasieren des Haars. Denn in diesem Fall wird das Kopfhaar nicht länger als vier Zentimeter und wirkt wie das Kopfhaar eines älteren Mannes.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Monilethrix wird hauptsächlich autosomal dominant vererbt
  • die Manifestation findest im ersten Lebensjahr statt
  • Schwellungen und Einschnürungen des Kopfhaars entlang des Haarschafts
  • perlenartige Struktur des Haars
  • parallel zum Leiden können Veränderungen des Nagelbetts oder Zahnanomalien auftreten
  • die Haarpflege gestaltet sich durch die Knoten sehr schwer
  • bisher lassen sich nur die Symptome behandeln

So entsteht das Problem

Visualisierung eines Gendefekts

Es handelt sich bei Monilethrix um einen Gendefekt. Während die Krankheit im Säuglingsalter ihren Anfang nimmt, sind die Haare bei der Geburt noch normal. Besonders stark ist das Haupthaar im Nacken und auf dem Hinterkopf betroffen – auf den gesamten Kopf breiten sich die Spindelhaare nur selten aus. Es ist derzeit noch nicht möglich, eine Frühdiagnostik durchzuführen. Denn die Ursache des Leidens ist Medizinern bisher nicht bekannt.

In vielen Fällen tritt mit fortschreitendem Alter eine Besserung auf. Auch eine Rückbildung der Perlenbildung des Haars ist möglich. Allerdings ist eine vollständige Heilung eher selten.

Die Aplasia pilorum intermittens ist deutlich an der dünnen Grundstruktur des Haars sowie dessen geringer Länge zu erkennen. Außerdem sind auf dem Kopfhaar kleine Knötchen zu sehen – dadurch erinnert es an eine Perlenkette. Das Haar ist so dünn, dass an bestimmten Arealen die Kopfhaut durchschimmert. Auf den ersten Blick erinnert das Kopfhaar mit seiner Struktur an Körperbehaarung.

Wie lässt sich das Leiden behandeln?

Arzt führt ein Beratungsgespräch mit einem Patienten durch

Bisher ist es bei der Haarerkrankung nur möglich, die Symptome in den Griff zu kriegen. Wichtig ist, dass Sie die Erkrankung im Vorfeld durch einen Hautarzt diagnostizieren lassen. Er wird sich Ihre Kopfhaut mitsamt den Haaren genau ansehen und ein Trichogramm durchführen.

Eine genaue Diagnostik ist des Weiteren mit dem elektronenoptischen Verfahren möglich. Einen Arzt sollten Sie unbedingt aufsuchen, wenn Ihr Haar ausgesprochen dünn ist. Denn bei Monilethrix erinnert die Haarstruktur oft an starken diffusen Haarausfall.

Behandeln lässt sich die angeborene Genodermatose unter anderem mithilfe von Haarwuchsmitteln wie Minoxidil. Dafür müssen Sie im Vorfeld eine Enthaarung vornehmen. Anschließend ist die dauerhafte Anwendung des Haarwuchsmittels erforderlich. Dies ist mit viel Disziplin und Aufwand verbunden.

Auf Bürsten oder Kämme sollten Sie währenddessen vollständig verzichten – ansonsten könnte es erneut zu einer Beschädigung des noch jungen Haars kommen.

Wer ist besonders häufig betroffen

Bei Monilethrix handelt es sich um eine relativ seltene Erbkrankheit. Da sie autosomal vererbt wird, kann sie Männer und Frauen in gleichem Ausmaß betreffen. Bei einer ungewöhnlichen Haaranomalie sollten Sie sich also rechtzeitig zum Arzt begeben. Nur er kann Ihnen Aufschluss über die Ursache derselben liefern.

Bedenken Sie, dass es bei hormonellen Veränderungen zu einer Verschlechterung des Leidens kommen kann. Um dieses Szenario und damit weitere Schäden am Haar zu vermeiden, sollten Sie sich rechtzeitig in Behandlung begeben.

Welche Behandlung eignet sich am besten

Für ein dauerhaftes und zufriedenstellendes Ergebnis können Sie jedoch auch mit einer Haartransplantation sorgen. Ob ein Eingriff bei ihnen in Frage kommt, muss der Experte entscheiden. Wenden Sie sich diesbezüglich am besten an eine renommierte Klinik mit erfahrenem Personal.

Vergleichen Sie im Vorfeld getrost mehrere Einrichtungen miteinander. Lassen Sie sich außerdem einen unverbindlichen Kostenvoranschlag zukommen und nehmen Sie ein Beratungsgespräch in Anspruch. So können Sie sich ein erstes Bild von der Arbeitsweise und von der Einrichtung machen.

Fazit – die richtige Behandlung ist essenziell

Hegen Sie den Verdacht, dass Sie oder Ihre Kinder an Aplasia pilorum intermittens leiden, sollten Sie einen Spezialisten aufsuchen. Denn für den Behandlungserfolg ist die richtige Diagnose essenziell. Aufschluss über Ihre Haaranomalie kann Ihnen nur ein Dermatologe geben.

Er wird mehrere Tests durchführen, um eine genaue Diagnose zu stellen. Behandeln können Sie das Leiden mithilfe von Haarwuchsmitteln oder der Eigenhaarverpflanzung. Für welche Methode Sie sich entscheiden, hängt von der Ausprägung von Aplasia pilorum intermittens ab.

Legen Sie auf ein dauerhaftes und optimales Ergebnis Wert, dann sollten Sie die Haartransplantation in Erwägung ziehen. Die Spenderhaare werden hierbei entweder von Ihrem Kopf oder von Ihrem Körper entnommen. Letztgenannte Variante kommt vor allem dann, wenn die Haarstruktur des Kopfhaars stark beschädigt ist, zur Anwendung.

Wichtig ist, dass Sie sich für diesen Eingriff an einen erfahrenen Experten wenden. So stellen Sie sicher, dass Sie eine optimale Behandlung erhalten und sich über ein dauerhaftes Ergebnis freuen können. Sehen Sie sich dafür im Vorfeld getrost mehrere Kliniken an und vergleichen Sie diese.

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