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Nahaufnahme eines Mannes der sich am Kopf kratzt
Haarausfall
17.02.2021

Haarausfall durch Kratzen: Humbug oder tatsächlich möglich?

Haarausfall durch Kratzen ist ein außergewöhnlich ärgerliches Problem, weil Sie selbst Ihre Haarpracht zuvor durch das richtige Verhalten oft retten können. Aber ist wirklich das Kratzen das Problem? Warum juckt denn die Kopfhaut überhaupt?

Wir veranschaulichen Ihnen die ernsthaften Folgen dieser Angewohnheit und präsentieren verschiedene Beschwerden, die häufig zusammen mit den ungesunden Kratzbewegungen Haarverlust herbeiführen.

Vor oder nach möglichen Haartransplantationen sollten Sie unsere Hinweise ganz besonders beachten.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann stellt Haarausfall durch Kratzen eine ernsthafte Gefahr dar?
  2. Warum Kratzen wir überhaupt?
  3. Warum droht beim Kratzen nach Haartransplantationen Haarverlust?
  4. Chancen einer Eigenhaarverpflanzung nach Haarverlust durch Kratzen
  5. Fazit: Kratzen vor und nach Haartransplantationen unbedingt vermeiden

Wann stellt Haarausfall durch Kratzen eine ernsthafte Gefahr dar?

Es ist prinzipiell keine unbegründete Sorge, dass Sie Haarausfall durch Kratzen erzeugen könnten.

Wenn Sie in Ausnahmesituationen einmalig beispielsweise unter einer allergischen Reaktion leiden und es deshalb an einem Tag zu Kratzbewegungen kommt, verlieren Sie deswegen im Normalfall noch keine großen Teile der Haarpracht.

Sobald das Kratzen aus unterschiedlichen Gründen zur regelmäßigen Gewohnheit wird, führen Sie damit schlimmstenfalls einen nachhaltigen Haarverlust herbei. Denn dieses Verhalten schwächt Ihre Haare auf Dauer entscheidend.

Während Sie Ihre Kopfhaut kratzen, beschädigen Sie manchmal die Haarsträhnen. Dadurch ist das Haar brüchiger und beim drohenden Ausfall generell anfälliger. Falls die Angewohnheit Haarfollikel irreversibel geschädigt hat, ist das natürliche Haarwachstum nicht mehr möglich.

Auch wenn Sie eigentlich über eine gute Haargesundheit verfügen, bedroht unnötiges und intensives Kratzverhalten auf Dauer Ihre Haarpracht.

Sobald Sie darüber hinaus bereits ohnehin unter erheblichen Störungen, Erkrankungen oder Entzündungen an der Kopfhaut leiden, wirkt sich das Kratzen aber ganz besonders verheerend aus.

Dann besteht die Gefahr, dass diese Verhaltensweisen zum Verlust zusätzlicher Haare führen oder ungesunde Entwicklungen beschleunigen.

Insofern Beschwerden an der Kopfhaut mit einem Juckreiz verbunden sind, sollten Sie ständige Kratzbewegungen darum unbedingt vermeiden.

Sie dürfen sich nie damit abfinden, dass das lästige Jucken nur beim Kratzen kurzfristig aufhört. Solange Juckreiz am Kopf immer wieder auftritt und Sie die Ursache nicht erkennen oder beheben können, bleibt der Besuch bei einem Arzt alternativlos.

In vielen Einzelfällen verordnen Mediziner Medikamente und ermöglichen damit eine schnelle Behebung des Auslösers. Indem Sie schnell handeln, werden Sie ein juckendes Gefühl an den Haaren häufig rechtzeitig los und lassen sich zu keinem ungesunden Kratzverhalten hinreißen.

Warum Kratzen wir überhaupt?

Mann mit Kopfhautpilz leidet an Haarausfall durch Kratzen
Es gibt sehr vielseitige Krankheiten und Beschwerden, die in manchen Fällen zum Haarausfall durch Kratzen führen. Dazu zählen zum Beispiel die folgenden Probleme:

  • Neurodermitis
  • Seborrhoische Dermatitis
  • Pilzbefall
  • Stressbedingtes Verhalten
  • Allergische Reaktionen

Neurodermitis ist eine Kopfhauterkrankung, die außergewöhnlich oft vorkommt. Wenn Sie mit dieser Krankheit richtig umgehen, bleibt der Haarausfall durch Kratzen vermeidbar. Für manche Menschen mit Neurodermitis wird der Juckreiz aber irgendwann unerträglich.

Während die Betroffenen sich am Kopf kratzen, greifen Ekzeme häufig die Haarwurzeln ebenfalls irreversibel an. Dadurch kombinieren Sie schlimmstenfalls zwei Ursachen eines nachhaltigen Haarverlusts.

Seborrhoische Dermatitis führt auf der Kopfhaut zur Bildung von gelblichen Schuppen, die teilweise wiederum einen starken Juckreiz erzeugen. Ein großer Anteil der Patienten mit diesem Hautausschlag schafft es nicht immer, den Drang zum Kratzen zu unterdrücken.

Weil die Seborrhoische Dermatitis ohnehin Schäden provoziert und damit die Kopfhaut angreifbarer macht, entsteht für die Haargesundheit somit eine katastrophale Kombination. Entzündungen mit irreversiblem Haarverlust sind daher nicht selten eine Folge des Ausschlags.

Der Befall mit unterschiedlichen Hefe- und Fadenpilzen regt manchmal genauso dazu an, die Kopfhaut ständig zu kratzen. Derartige Pilze verbreiten ernsthafte Hauterkrankungen, die nicht immer selbst einen Haarausfall auslösen können.

Insofern der Pilzbefall langfristige und starke Kratzbewegungen verursacht, ist am Ende aber oft trotzdem der Haarverlust das Resultat.

Stress begünstigt verschiedene Formen des Haarausfalls. Sobald das stressbedingte Verhalten Sie außerdem zum Kratzen bringt, beschleunigt sich die Entwicklung eventuell ganz besonders.

Verschiedene Allergien lösen zum Teil auch einen anhaltenden Juckreiz aus. Indem Sie beim Arzt geeignete Medikamente verordnen lassen und Auslöser aus der Wohnung entfernen oder draußen vermeiden, kriegen Sie dieses Problem jedoch mit etwas Glück relativ einfach in den Griff.

Warum droht beim Kratzen nach Haartransplantationen Haarverlust?

Wenn Sie mit einer Haartransplantation wieder eine beeindruckende Haarpracht erlangt haben, stellt ein erneuter Haarausfall durch Kratzen vor allem in den ersten Wochen nach der Behandlung eine große Gefahr dar.

Im Anschluss an eine Eigenhaarverpflanzung klären Ärzte Sie deshalb darüber auf, dass das Jucken für einen kurzen Zeitraum ein vollkommen normales Symptom ist und Sie Ihre Kopfhaut währenddessen unbedingt schonen müssen.

Der Juckreiz hält im Normalfall nur bis zum automatischen Durchstoßen des transplantierten Haars an.

Sobald Sie trotzdem kratzen, können Sie die frisch verpflanzten Haarfollikel sehr einfach beschädigen. Zugleich besteht die Gefahr, dass über die Fingernägel Dreck und Schmutz in die Wunden gelangen.

Hierdurch werden wiederum schlimmstenfalls verheerende Entzündungen entstehen und den kompletten Erfolg der Haarimplantation gefährden.

Einige Tage nach der Haarverpflanzung spüren Sie an winzigen Wunden Schorf, den Sie nie wegkratzen dürfen.

Die Kruste fällt automatisch ab, wenn die betroffenen Stellen verheilt sind. Wer Eigenhaarverpflanzungen hinter sich hat, muss stattdessen eine ausreichende Nährstoff- und Feuchtigkeitsversorgung der Haarpracht sicherstellen.

Nachdem Sie in einer Klinik Haartransplantationen durchführen lassen haben, erhalten Sie dort in der Regel geeignete Haarpflegeprodukte.

Chancen einer Eigenhaarverpflanzung nach Haarverlust durch Kratzen

Falls Haarausfall durch Kratzen bereits mit irreversiblen Schäden fortgeschritten ist, stellen Haarverpflanzungen möglicherweise noch eine Behandlungsoption dar. Hierfür müssen behandelnde Experten den Zustand der betroffenen Stellen überprüfen.

Außerdem ist es wichtig, dass Sie für eine Haartransplantation in anderen Zonen noch über ausreichende Haarmengen verfügen. Wenn alle Kriterien erfüllt sind, bietet Ihnen die Haarimplantation die Chance auf eine langfristige Lösung gegen den Haarverlust.

Die Freude über eine erfolgreiche Eigenhaarverpflanzung hält aber nur an, solange Sie nicht in alte Verhaltensmuster zurückfallen und transplantierte Haarfollikel beim Kratzen irgendwann erneut beschädigen.

Insofern das Fehlverhalten im Schlaf auftritt, empfehlen Mediziner möglicherweise Handschuhe oder ähnliche Hilfsmittel für den Schutz Ihrer Haarpracht.

Fazit: Kratzen vor und nach Haartransplantationen unbedingt vermeiden

Haarausfall durch Kratzen ist kein Mythos und eine Gefahr, die Sie unbedingt ernst nehmen müssen.

Vor allem, wenn Sie unter ernsthaften Beschwerden wie Neurodermitis, Seborrhoischer Dermatitis oder Pilzbefall leiden, ist die Vermeidung des ungesunden Kratzverhaltens wegen eines starken Juckens oft eine große Herausforderung.

Indem Sie dem Drang widerstehen und Juckreiz-Ursachen ärztlich behandeln lassen, belohnen Sie sich im Idealfall selbst durch die Erhaltung Ihrer Haarpracht.

Falls bei Ihnen aus anderen Gründen eine Haartransplantation erforderlich war, ist danach der Verzicht auf unnötiges Kratzen umso wichtiger.

Sie müssen transplantierte Haare mit den richtigen Maßnahmen schonen, um die Erfolge von Haarverpflanzungen oder sonstigen Behandlungen gegen Haarausfall nicht zu riskieren.

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