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Geschichte der Haartransplantation

Die Geschichte der Haartransplantation

Haarausfall ist ein weit verbreitetes Phänomen, mit dem allein in Deutschland mehrere Millionen Menschen zu tun haben. Während viele damit sehr gut klarkommen, entsteht bei anderen ein hoher Leidensdruck, und sie wünschen sich ihr volles Haar zurück. Da der Wunsch nach dauerhaft vollem Haar kein Begehren der Neuzeit ist, begannen die Menschen schon vor vielen Jahren nach Methoden und Präparaten zu suchen, wie sich verloren gegangenes Haar wiederherstellen lässt.

Neben vielen kosmetischen und auch medizinischen Produkten setzte sich nach langer Forschung auch die Haartransplantation, die heute als eine der effektivsten Methoden für dauerhaften Haarersatz gilt, immer weiter durch. In dem folgenden Artikel erhalten Sie einen kleinen Überblick über die Geschichte der Haartransplantation.

Anfänge in Japan

Die Anfänge der Geschichte der Haarverpflanzung reichen in das Jahr 1930 zurück und sind in Japan zu suchen. Dort stellte der Arzt Dr. Sasegawa erste Versuche vor, in denen er einzelne Haarschafte in die Haut eines Menschen setzte. Neun Jahr später beschrieb der ebenfalls in Japan praktizierende Hautarzt Dr. Okuda eine Haartransplantations-Methode, die später als sogenannte Punch-Technik bekannt wurde.

Okuda entnahm bei einigen Patienten behaarte Kopfhaut, um diese in vernarbte Gebiete von Augenbrauen oder auch von Oberlippen bei Verbrennungsopfern einzusetzen. Diese transplantierten Haare wuchsen nach einiger Zeit wie ganz normale Haare an. Für die Transplantation verwendete er kleine Haarinseln, die einen Durchmesser von zwei bis vier Millimetern besaßen. Im Vergleich zu heutigen Haartransplantationen war diese Methode aber noch sehr primitiv, und die erzielten Ergebnisse würden heute niemanden mehr zufriedenstellen.

Die Ursprünge der Strip-Technik

Das nächste Kapitel in der Geschichte der Haartransplantation wurde im Jahr 1943 aufgeschlagen. Auch hier war es wieder ein Japaner, der mit seinen Forschungsergebnissen auf sich aufmerksam machte. Es handelte sich dabei um den Dermatologen Dr. Tamura, der einer Frau einige kleinere Grafts, die nur ein bis drei Haare enthielten, einsetzte.

Diese Grafts gewann er durch das Herausschneiden eines spindelförmigen Streifens aus der behaarten Kopfhaut. Die Methode ähnelte schon sehr der bis heute verwendeten Haartransplantations-Methode – der Strip-Technik. Tamura veröffentlichte diese Ergebnisse in verschiedenen japanischen medizinischen Fachjournalen, doch aufgrund des Zweiten Weltkrieges fanden diese Ergebnisse in der westlichen Welt zu dieser Zeit keinerlei Beachtung.

Die Entdeckung eines New Yorker Arztes

Ein weiterer wichtiger Schritt in der Geschichte der Haarverpflanzung wurde 1959 genommen. Der New Yorker Arzt Dr. Norman Orentreich fand heraus, dass es Stellen auf dem Kopf gibt, die von erblich bedingtem Haarausfall verschont bleiben.

In der Regel sind dies Haare aus einem Kranz, der sich am Hinterkopf befindet. Aus diesem Haarkranz entnahm Orentreich Haarwurzeln, die er an kahlen Stellen wieder einpflanzte. Diese behielten im Gegensatz zu den bereits ausgefallenen Haaren ihre Langlebigkeit.

Das heißt, dass sie anwuchsen und an diesen Stellen auch auf Dauer erhalten blieben. Der Mediziner aus den USA stanzte mit Hilfe eines metallischen Zylinders vier Millimeter große Grafts aus dem Spenderbereich heraus und entfernte mit dem gleichen Zylinder im Empfängerbereich kahle Hautinseln.

In die entstandenen Löcher setzte er die Grafts hinein, die dort auch zügig anwuchsen. Mit diesen Erkenntnissen begann das Zeitalter der kosmetischen Haartransplantationen, die von Ärzten rund um den gesamten Globus aufgenommen und von immer mehr Patienten in Anspruch genommen wurden.

Die von Orentreich und Okuda entwickelten Methoden galten für die folgenden 30 Jahre als Standard, da es in dieser Zeitspanne der Geschichte der Haartransplantation keine nennenswerten Weiterentwicklungen gab.

Neuerungen in den 80er-Jahren

Bis in die 80er-Jahre hinein ließen sich bei den mit der Punch-Methode verpflanzten Haaren aber immer noch große Unterschiede zu einem natürlichen Haarwuchs ausmachen. Die neu gesetzten Haare waren relativ auffällig und wirkten oft sehr unnatürlich. In Fachkreisen wurde auch von einem Barbie-Puppen- oder von einem Inseleffekt gesprochen.

Daher begannen verschiedene Mediziner, die vier Millimeter großen Grafts durch kleinere sogenannte Minigrafts (mit mindestens vier Haarfollikeln) zu ersetzen. Diese wurden später durch noch kleinere Micrografts (ein bis vier Haarfollikel) abgelöst. Diese Weiterentwicklung in der Geschichte der Haartransplantation ließ das Verfahren noch populärer werden, aber der Weisheit letzter Schluss war dies immer noch nicht. Die transplantierten Haare sahen bei vielen Patienten weiterhin wenig natürlich aus.

Prof. Dr. Carlos Oscar Uebel

Die bereits erwähnte Strip-Methode wurde ebenfalls noch in den 80er-Jahren erneut von dem aus Brasilien stammenden Wissenschaftler Prof. Dr. Carlos Oscar Uebel aufgenommen, der anstatt einzelner Grafts einen größeren zusammenhängenden Streifen in Form einer Spindel aus dem Spenderbereich entnahm. Dafür verwendete er ein Skalpell. Diesen Streifen zerteilte er in kleine Mini- und Micrografts, die er an den Empfängerstellen wiedereinsetzte.

Die Entdeckung der follikularen Einheiten

Weiter geht es in der Geschichte der Haarverpflanzung mit Dr. Bob Limmer. Dieser entdeckte – wohl eher zufällig – während der Präparation einiger Grafts unter dem Mikroskop, dass Haare von Natur aus nicht einzeln, sondern in kleinen Grüppchen wachsen. Diese follikularen Einheiten (FU) bestehen aus ein bis drei – in Ausnahmefällen auch vier – dicht nebeneinander stehenden Haarfollikeln.

Aufgrund dieser Entdeckung konnte herausgefunden werden, dass die Verwendung von FUs als Grafts zu deutlich natürlicheren Erscheinungsbildern bei transplantierten Haaren als die Verwendung der bis dahin verwendeten Mini- und Micrografts führt.

Die 90er-Jahre

In den 90er-Jahren ersetzten die meisten Haartransplantationsinstitute die Punch-Methode durch die Strip-Methode. Gleichzeitig entwickelten jedoch die australischen Ärzte Dr. Angela Campbell und ihr Bruder Dr. Ray Woods eine neue Methode zur Herausnahme der Haarfollikel. Sie waren der Ansicht, dass das Herausschneiden von größeren Hautlappen unnötige Schmerzen erzeugt. Zudem suchten sie eine Methode, um die ein Leben lang verbleibende Strip-Narbe zu umgehen.

Statt eines Skalpells verwendeten sie feine Nadeln und entwickelten die deutlich schonendere Follicular-Unit-Extraction, die kurz auch als FUE-Technik bekannt wurde. Blieb diese Technik in der Geschichte der Haartransplantation lange Zeit zunächst unentdeckt, so konnte sie sich jedoch nach der Jahrtausendwende immer weiter durchsetzen und gilt heute inzwischen als das Maß aller Dinge in der Haartransplantation.

Der heutige Stand

Der von Campbell und Woods entwickelten FUE-Technik nahmen sich der Niederländer Dr. Coen Gho sowie die Kanadier Dr. Robert Jones und der US-Amerikaner Dr. John Cole kurz nach der Jahrtausendwende an, die das Verfahren weiter verfeinerten und damit noch massentauglicher machten. Inzwischen gibt es heute noch kaum Haartransplanteure, die nicht mit der FUE-Technik arbeiten.

Ganz abgeschlossen ist die Geschichte der Haarverpflanzung damit aber immer noch nicht. So beschäftigen sich derzeit einige Wissenschaftler damit, wie etwa die Extraktionsinstrumente noch weiter entwickelt werden und wie die Versorgung der betroffenen Hautstellen vor und nach dem Eingriff noch besser versorgt werden können.

Die Geschichte der Haartransplantation auf einen kurzen Blick

Hier folgen noch einmal die wichtigsten Punkte in der Geschichte der Haarverpflanzung auf einen Blick:

  • 1930: Der japanische Arzt Dr. Sasegawa führt erste Experimente mit Haartransplantationen durch.
  • 1939: Der japanische Dermatologe Dr. Okuda entwickelt die Punch-Technik.
  • 1959: Der US-Amerikaner Dr. Norman Orentreich macht die Haartransplantation erstmals massentauglich.
  • 80er- und 90er-Jahre: Die Strip-Methode setzt sich durch.
  • seit Anfang der 2000er-Jahre: Die FUE-Technik entwickelt sich langsam zum modernen Standard

Fazit

Wie Sie eben lesen konnten, geht die Geschichte der Haartransplantation sehr weit zurück. Die Anfänge wurde in Japan gemacht, und es dauerte viele Jahre und viele Entwicklungsschritte lang, bis die Haarverpflanzung ihren heutigen Stand erreichen konnte. Viele Ärzte und Wissenschaftler machten sich im Laufe der Zeit um die Entwicklung der aktuellen Technik verdient. Heute gilt sie als die wichtigste Methode, wie sich verloren gegangenes Haar dauerhaft wieder zurückgewinnen lässt.

Wenn auch Sie unter Haarausfall leiden und Ihre kahlen Stellen wieder beseitigen möchten, dann sollten auch Sie sich für eine Haartransplantation bei Elithairtransplant entscheiden. Hier bekommen Sie die passende Behandlung für Ihr Problem, da mit Dr.Balwi ein unangefochtener Experte am Werk ist, der auf viele Jahre Erfahrung und Expertise in diesem Gebiet zurückschauen kann. Sparen Sie sich das Geld für die Verwendung von kosmetischen oder medizinischen Produkten, da diese oft keine nachhaltigen oder nur wenig zufriedenstellende Erfolge erzielen können.

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