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Haartransplantation
17.12.2018

Zukunft der Haartransplantation

Im Bereich der Haartransplantation und der Haarforschung werden immer wieder neue Techniken und Methoden entwickelt, die den Patienten noch bessere und natürlichere Ergebnisse garantieren sollen. Wir haben Ihnen bereits die gängigsten Methoden ausführlich vorgestellt und möchten Ihnen nun die neuesten Entwicklungen für die Zukunft der Haartransplantation präsentieren.

Ein großer Schritt nach vorne: die Zelltherapie

Wie wird die Zukunft der Haartransplantation aussehen? Forscher des Columbia University Medical Center (CUMC) machen gerade große Fortschritte bei der Zelltherapie und entwickeln diese weiter als moderner Lösungsansatz gegen den Haarausfall. Nach mehreren Versuchen gelang es ihnen, neue Haare aus Stammzellen zu züchten, ein Prozess, der normalerweise nur vor der Geburt oder nach Verletzungen passiert.

 

Die Weiterentwicklung dieser Technik ist ein revolutionärer Schritt. In ein paar Jahren könnten sich Patienten mit wenigen Spenderhaaren trotzdem einer Haartransplantation unterziehen.

Stammzellen als Mittel gegen Haarausfall?

3D Ansicht einer Stammzelle auf blauem Hintergrund

Haarneubildung durch eine Zelltherapie erfolgt in drei Hauptphasen: Es werden Stammzellen aus den Haarfollikeln entnommen, im Labor vermehrt und dann wiedereingepflanzt. Bislang hatten nur Versuche an Nagetieren funktioniert. Aber nach intensiver Forschung des CUMC könnten wir bald auch Erfolg bei Menschen erwarten.

Das CUMC Team hat mit einem 3-D-Drucker die Zellen aus Haarfollikeln in Tropfenform vermehrt, um die natürlichen Bedingungen des menschlichen Gewebes nachzuahmen. Die extrahierten Zellen wurden jeweils in eine Form mit haarstimulierenden Wachstumsfaktoren eingepflanzt. Drei Wochen später waren die Ergebnisse außergewöhnlich: die neuen Haarfolikel waren mit die robustesten Grafts, die vollständig außerhalb der menschlichen Haut gewachsen sind.

Durch die dreidimensionale Vermehrungstechnik bleiben die Eigenschaften der Zellen enthalten, die für Haarwachstum verantwortlich sind. Nun wollen die Forscher die Anzahl der aktiv haarbildenden Gene erhöhen.

Allerdings wird es noch ein paar Jahre dauern, bis die Zelltherapie als medizinisch anerkannte Methode gilt und die Zukunft der Haartransplantation einen weiteren Schritt nach vorne geht. Der Grund: Es fehlen noch Langzeitstudien, um mehr Erkenntnisse über die neu entstandenen Haare zu gewinnen.

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Die FUE-Methode: in Zukunft noch perfekter und effektiver?

Die FUE (Follicular Unit Extraction) gehört zu den besten Methoden der Haartransplantation. Es bestehen trotzdem viele Möglichkeiten, diese Technik weiterzuentwickeln, um Patienten eine sogar bessere Haarausfallbehandlung zu garantieren. Eine davon ist die Minimierung der Extraktionsnadeln, mit denen die Grafts entnommen werden.

Ferner kann die Extraktion der Grafts noch perfektioniert werden, sodass nur ein Teil der Follikel entnommen wird und der Rest in der Kopfhaut bleibt.

Durch die Zelltherapie wird sich sicherlich auch die FUE-Methode ändern. Aus den neu entstandenen Haarfollikeln von Stammzellen könnten unendlich neue Grafts entnommen werden. Dies würde den Eingriff im Spenderbereich des Patienten deutlich reduzieren.

Diese Überlegungen bleiben aber noch in der Theorie und bedürfen einer ausführlichen Untersuchung, bevor sie in der Praxis umgesetzt werden können und die Zukunft der Haartransplantation somit revolutionieren.

Haarverpflanzung mit einem Roboter

Hand eines Roboters klickt auf ein virtuelles Licht

Die Idee einer Eigenhaarbehandlung mit Hilfe eines Roboters klingt sehr futuristisch. Aber eigentlich handelt sich um die aktuellste technische Innovation aus den USA und die Weiterentwicklung der bislang manuell stattfindenden FUE-Haartransplantation.

Das Verfahren laüft folgendermaßen ab: Ein Computer scannt erstmal den Spenderbereich des Patienten, um die optimalsten Haarfollikel zu erkennen. Anschließend werden sie individuell von einem Roboterarm entnommen.

Diese Methode enthält mehrere Vorteile im Vergleich zur klassischen FUE-Technik. Einerseits hinterlässt der Roboter weniger Punktnarben am Hinterkopf, verglichen mit der klassischen Methode. Andererseits wird durch den Computer eine sogenannte “Übererntung” vermieden, das heißt, es werden keine Haarfollikel außerhalb der “sicheren Spenderfläche” entfernt.

Ein weiterer Pluspunkt: Der Roboterarm kann eine nahezu perfekte Einsetzung der Grafts in den Empfängerbereich und somit den Patienten eine hochqualitative und natürlich aussehende Behandlung garantieren.

Haare klonen: Die Haartransplantation der Zukunft?

Heutzutage gibt es unterschiedliche moderne Methoden im Bereich der Haartransplantation. Allerdings ist eine herkömmliche Eigenhaarverpflanzung  nicht möglich, wenn der Patient nicht über genügend Spenderhaare verfügt.

Die menschliche Kopfhaut enthält im Durchschnitt 100.000 Haarfollikel, aber ihre Lebensdauer ist begrenzt. Für die Erzeugung von neuen Grafts sind Tausende von Stammzellen verantwortlich, die als Hautpapillen (Papillae dermis) bezeichnet werden. Diese verschwinden im Laufe der Zeit und führen dazu, dass die Wurzeln ruhend werden und somit keine neuen Haare wachsen.

Stemson Therapeutics, ein Start-up aus San Diego, befasst sich momentan mit Haarklonen durch Stammzelltherapie und hat bereits große Meilensteine in diesem Bereich erreicht. Im Jahr 2015 hat das Unternehmen eine Studie über die Transplantation von geklonten menschlichen Haarfollikeln auf immunschwache nackte Mäuse veröffentlicht.

Immerhin stehen Forscher vor einigen Herausforderungen, um Haarklonen als Behandlung gegen Haarschwund weiter auszubauen. Probleme liegen beispielsweise in der Form und Wuchsrichtung der neuen Follikel.

Stemson Theraupetics will in nächster Zeit zusammen mit dem Pharmakonzern Allergan künstliche Gewebezüchter entwickeln, die den Haarwuchs nachhaltig steuern. Als nächstes großes Ziel wollen sie in etwa eineinhalb Jahren eine klinische Studie an Menschen beginnen. Hierduch könnte die Haartransplantation der Zukunft einen Schritt näher rücken.

Wie geht es weiter?

Haarklonen, Zelltherapie, Robotik-Chirurgie: das sind Stichwörter für die Zukunft der Haarverpflanzung. Weltweit beschäftigen sich Ärzte mit modernen und hochtechnologischen Lösungsansätzen gegen den Haarschwund.

Haare klonen aus Stammzellen könnte bald eine großen Durchbruch haben. Nach mehreren Versuchen wurde die dreidimensionale Zellkultur entwickelt, um die nachhaltige Bildung von neuen Haarfollikeln zu stimulieren. Somit könnten alle interessierten Patienten in Zukunft ihren Wunsch nach vollem und kräftigem Haar ohne Ausnahme verwirklichen.

Die FUE-Methode würde sich infolge der Vermehrungstechnik von Haarfollikeln entscheidend ändern. Das Klonen von Haaren würde dazu führen, dass der Eingriff auf den Haarspenderbereich insgesamt weniger invasiv wäre. Auch die Möglichkeit, die Behandlung mit einem Robot durchzuführen, würde sie präsizer machen und den Patienten optimale Ergebnisse zusichern.

Forscher arbeiten intensiv daran, das Klonen so schnell wie möglich klinisch einzuführen. Sie gehen davon aus, dass es ist naher Zukunft sogar möglich sein wird, Haarwurzeln in einem Reagenzglas zu züchten. Es fehlen allerdings noch mehr Experimente und Langzeitstudien im Bereich der Zelltherapie als Haarausfallbehandlung. Aber die Perspektiven sind allgemein positiv – es ist nur eine Frage der Zeit.

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