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Wie Hormone unsere Haare beeinflussen können

Wie Hormone unsere Haare beeinflussen können

Haarschwund und auch das Wachstum sind beide von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Einer der häufigsten Indikatoren, welcher für Probleme sorgt, ist eine hormonelle Störung. Besonders die Geschlechter – und Schilddrüsenbotenstoffe nehmen starken Einfluss auf unsere Haare. Aus dieser Grundlage wird ersichtlich, weshalb diese Faktoren eine große Rolle spielen und auch hormoneller Haarausfall keine Seltenheit darstellt.

Der Einfluss von Geschlechtshormonen auf die jeweiligen Geschlechter

Eines der wichtigsten Sexualhormone, welches bei beiden Geschlechtern auftritt, ist das Testosteron. Jedoch ist die Wirkungsweise sehr unterschiedlich beim jeweils anderen Geschlecht. Es gibt einen deutlichen Unterschied, wie Hormone unsere Haare beeinflussen können, wenn man den Blick speziell auf Testosteron richtet.

Grundsätzlich ist Testosteron dafür da, das Haarwachstum anzuregen, wie man an der charakteristisch starken Körperbehaarung von Männern erkennen kann. Jedoch kann es wiederum auch zum Haarausfall kommen, wenn durch eine genetische Veranlagung etwa die Wirkung verstärkt wird oder allgemein ein Überschuss von Testosteron herrscht.

Durch spezielle Enzyme wird nämlich das Testosteron zu Dihydrotestosteron (DHT) umgewandelt, das seine Wirkung an den Haarfollikeln entfaltet. Liegt etwa eine genetische Störung im Körper vor, reagieren die Haarfollikeln viel stärker auf das DHT als gewöhnlich. Folgen davon sind zwar ein schnelleres Haarwachstum, aber dafür werden die Haarwachstumsphasen deutlich verkürzt. Somit werden nur noch dünne und kurze Haare gebildet, welche auch schneller wieder ausfallen. Somit kann es auf lange Zeit gesehen zu einem frühzeitigen hormonellen Haarausfall kommen.

Bei Frauen ist der Effekt anders!

Bei Frauen sorgt ein erhöhter Testosteronspiegel nämlich dafür, dass das Haarwachstum gestärkt wird und nicht wie bei Männern den Haarausfall beschleunigt! Mehrere Untersuchungen haben ergeben, dass etwa 63% der Frauen wieder den Haarwachstum anregen konnten nach der Menopause, wenn eine Androgenersatztherapie in Anspruch genommen wurde. Bei dieser Therapie bekamen die Frauen Testosteronimplantate für ein bis fünf Jahre in den Körper.

Der Testosteronspiegel muss ausgeglichen werden!

Trotzdem gibt es auch bei dieser Therapie einige Sachen, die zu beachten waren und zeigten, wie Hormone unsere Haare beeinflussen können. Etwa musste der Testosteronspiegel genau mit dem weiblichen Hormonspiegel abgestimmt sein. Wenn sich später zu viele männliche Geschlechtshormone im weiblichen Körper befanden, führte dies neben dem verstärkten Wachstum des Kopfhaars auch dazu, dass das gesamte Haarwachstum am Körper stieg. So kann sich innerhalb von wenigen Jahren ein männliches Haarwachstumsmuster am Körper der Frau bilden. Besonders das Wachstum im Bereich der Haare und im Gesicht würde dann stark ansteigen. Es müssen sich daher immer noch ausreichend weibliche Hormone im Körper befinden.

Hormone: HaarausfallHormone - Haarausfall

Trotzdem lässt sich allgemein festhalten, dass ein Haarausfall in der Menopause und auch danach verhindert werden kann, wenn man sich rechtzeitig informiert und die richtigen Maßnahmen ergreift. Hier wird somit am Beispiel der Frau deutlich, wie Hormone unsere Haare beeinflussen können, aber es gibt noch weitere Beispiele!

Auch ein Östrogenmangel kann zum Haarausfall führen!

Generell lässt sich Östrogen als weibliches Follikelhormon beschreiben, welches Einfluss auf das Haarwachstum nimmt und zudem dafür da ist, die Reifung von Eizellen voranzubringen. Kommt es zu Schwankungen im Östrogenspiegel, sind oftmals diffuser oder gar akuter Haarausfall die Folge! Besonderes bemerkbar wird dies bei Schwangerschaften, in der Menopause oder in Menstruationsphasen.

Gerade während Schwangerschaften ist der Wert Östrogen meistens sehr hoch im Körper und fällt erst wieder langsam in den Wochen nach der Entbindung ab. Trotzdem kommt es in dieser Zeit bei Frauen oftmals zum hormonellen Haarausfall. Die Symptome beginnen dabei etwa zwei Monate nach der Geburt und können circa ein halbes Jahr anhalten, bis wieder ein Normalstand herrscht. Somit zeigt dieses Phänomen ein weiteres Mal auf, wie Hormone unsere Haare beeinflussen können.

Natürliche Hormonschwankungen sind nicht besorgniserregend!

Aber es geht noch weiter mit dem Östrogen, denn auch in der Stillzeit kann weiterhin über Haarausfall geplagt werden. Dieser endet dann aber oftmals bereits mit dem Abstillen und glücklicherweise kehrt im Normalfall auch ein gesunder Haarwuchs wieder zurück. Dies ist mehr eine natürliche Hormonschwankung und daher braucht man sich auch in der Phase der Schwangerschaft und kurz Zeit danach keine großen Sorgen über sein Haarwachstum machen. Eine Therapie ist in den allen meisten Fällen daher nicht nötig!

Hormone - Haarausfall während der MenopauseHaarausfall während der Menopause

Anders sieht es hingegen aus, wenn es zu einem Hormonabfall während der Menopause kommt. Dies ist eine andere Art von Haarausfall, welche unter Umständen eine Therapie verlangt, um nicht langfristig seine Haare zu verlieren. Auch dabei werden wieder Hormonimplantate verwendet, um die Hormonschwankungen auszugleichen. Diese Therapie kann sich über mehrere Jahre ziehen, falls der Haarausfall in der Menopause und auch danach bleibt und sich der Hormonspiegel konstant auf einem sehr geringen Niveau befindet.

Der Einfluss der Hormone auf Haare ist riesig!

Wie nun durch die verschiedenen Beispiele deutlich wurde, ist es wahr, dass Hormone unsere Haare beeinflussen und das leider nicht immer positiv. Sowohl Haarwachstum, als auch Haarausfall können Folgen von einem schwankenden Hormonspiegel sein und viele Probleme bereiten. Daher sollte man sich frühzeitig informieren und sich bestmöglich vor hormonellen Haarausfall schützen.

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