Bei einer Haartransplantation werden aus dem Spenderbereich Haare entnommen. Diese werden anschließend in den lichteren Bereich der Kopfhaut wieder eingesetzt. In der Zeit nach dem Eingriff bekommt der Empfängerbereich viel Aufmerksamkeit. Doch was ist mit dem Spenderbereich nach einer FUE Eigenhaartransplantation? Muss er auch gepflegt werden? Was muss bei ihm beachtet werden? In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, warum und wie Sie sich am besten um die Entnahmestelle kümmern sollten.

Spenderbereich nach Haartransplantation

Wie verläuft der Heilungsprozess im Spenderbereich?

Der Spenderbereich der Haarverpflanzung wird häufig auch als Donor-Area bezeichnet. Auch an ihm geht die Haartransplantation nicht spurlos vorbei. Bei der FUE Methode werden mit der Hohlnadel die Haarwurzeln entnommen, die später im Empfängerbereich eingesetzt werden. Durch die Mikroverletzungen, die durch die Hohlnadel gemacht werden, benötigt Ihre Donor-Area nach dem Eingriff auch Ihre Aufmerksamkeit. In den meisten Fällen entstehen hier ein bis zwei Tage danach Krusten. Genauso wie auch im Empfängerbereich. Auch wenn nach der Haartransplantation der Spenderbereich juckt, sollten Sie sich dort nicht kratzen. Das Endergebnis wird sonst nämlich negativ beeinflusst. Auch werden nach dem Heilungsprozess ausgefallene Haare wieder nachwachsen.

Sobald sich diese abgelöst haben, ist die Heilung im Spenderbereich etwa am 15. Tag nach dem Eingriff abgeschlossen. Danach können Sie ihn wieder normal waschen. Auch sonst können Sie die Kopfhaut nach dem Abheilen wieder so behandeln wie vor dem Eingriff auch.

Wenn bei Ihnen die FUT Methode angewendet wurde, wurde Ihnen ein schmaler Hautstreifen am Hinterkopf entfernt. Auch hier bildet sich in den ersten Tagen nach der Haartransplantation eine Kruste. Wenn die Naht bei Ihnen mit einem Faden oder Klammern versorgt wurde, können diese nach etwa 10 bis 14 Tagen entfernt werden. Ab da ist die Wundheilung abgeschlossen.

Wie pflege ich den Spenderbereich nach dem Eingriff?

Spenderbereich nach HaartransplantationWie auch der Empfängerbereich benötigt auch der Spenderbereich eine besondere Pflege nach dem Eingriff. Verwenden Sie deshalb ausschließlich die Pflegeprodukte, die Sie von unserem Team nach der Haartransplantation bekommen. Diese enthalten keine reizenden Stoffe, die zu einer Hautreizung im Spendergebiet führen könnten. Auch wenn der Spenderbereich nach der Haartransplantation juckt, sollten Sie die Haare erst nach 2 Tagen wieder waschen:

  • Shampoo sanft in den Spenderbereich einmassieren
  • Mit lauwarmen Wasser ausspülen
  • Lotion 10 Minuten in der Donor-Area einwirken lassen
  • Erneut ausspülen

Durch die Lotion lösen sich die Krusten sanft, sodass nach der Haartransplantation der Donor erste Heilung erfährt. Im Gegensatz zum Empfängerbereich können Sie im Spenderbereich mit leichten Massagen und leichtem Druck die Haare waschen. Da es sich dennoch um kleine Verletzungen in der Kopfhaut handelt, sollten Sie darauf achten, dass auch hier nicht zu heißes Wasser oder Schmutz an die Stellen kommt.

Während des Heilungsprozesses kommt es zum Juckreiz an den betroffenen Stellen. Auch im Spenderbereich sollten Sie es vermeiden, die Krusten abzukratzen. Denn so kann sich der Heilungsprozess verlängern oder Infektionen bilden.

Zu welchen Komplikationen kann es im Spenderbereich kommen?

Auch in der Donor-Area kann es nach dem Eingriff zu Komplikationen kommen:

  • Hautreizungen
  • Shockloss
  • Infektionen

Die Hautreizungen entstehen häufig, wenn zu aggressive Pflegemittel verwendet werden, sodass nach der Haartransplantation der Donor keine Heilung verspürt. Oder auch, wenn Sie die Krusten frühzeitig abkratzen. Wenn Sie die Dr. Balwi Lotion und das Shampoo verwenden, reinigen Sie Ihre Kopfhaut sanft und die Krusten fallen von alleine ab. Auch hilft es dabei die ausgefallenen Haare wieder nachwachsen zu lassen. Schließlich wird hiermit Infektionen vorgebeugt. Auch sollten Sie den Spenderbereich nicht zu oft berühren.  Empfehlenswert ist es zudem, wenn Sie ihn nur mit frisch gewaschenen Händen berühren. Zudem sorgt eine saubere, möglichst staubfreie Umgebung dafür, dass Sie Infektionen nach dem Eingriff verhindern können und ausgefallene Haare wieder ungestört nachwachsen lassen.

Im Spenderbereich können auch die umliegenden Haare wegen der Haartransplantation leiden. Es kann zum so genannten Shock Loss kommen. Das bedeutet, dass die umliegenden Haare um das Spendergebiet herum auch ausfallen können. Allerdings ist dieser Haarausfall in den meisten Fällen reversibel. Hat sich die Kopfhaut nach dem Eingriff wieder beruhigt, werden ausgefallenen Haare wieder nachwachsen. In manchen Fällen kann es allerdings bis zu etwa einem halben Jahr dauern, bis alle Haare wieder nachgewachsen sind. Sie können mit den richtigen Pflegemitteln das Haarwachstum im Spenderbereich unterstützen, sodass die Haare schneller wieder nachwachsen und Sie auch im Spendergebiet wieder volles Haar haben.

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