UPDATE ZUM CORONAVIRUS (COVID-19): Mehr erfahren

UPDATE ZUM CORONAVIRUS (COVID-19): Mehr erfahren

Norwood-Hamilton-Skala der typische Verlauf erblich bedingten Haarausfalls

Norwood-Hamilton-Skala: Der typische Verlauf erblich bedingten Haarausfalls

Wenn der morgendliche, kritische Blick in den Spiegel markanter werdende Geheimratsecken und lichter erscheinendes Haar zeigt, dann kann diese Erkenntnis bei vielen Männern durchaus eine psychische Krise auslösen. Wenig tröstlich ist es dabei, dass rund 80 Prozent aller Herren mit genetisch bedingtem Haarausfall zu kämpfen haben, meist auch androgenetische Alopezie genannt.

Dieser Haarverlust verläuft in typischen Mustern, die die Norwood-Hamilton-Skala beschreibt. Sie klassifiziert insgesamt sieben Stufen und gilt als international anerkannter Standard zur Dokumentation männlichen Haarverlusts. Das Hamilton-Norwood-Schema bildet auch die Grundlage für eine individuelle Behandlung des Haarausfalls. Oft kann nur eine Haartransplantation langfristig zufriedenstellende Ergebnisse erzielen

Von der Geheimratsecke zum einsamen Haarkranz

Die Norwood-Hamilton-Skala wurde bereits in den 50er Jahren von Dr. James Hamilton angelegt und in den 70ern von Dr. O’Tar Norwood präzisiert und verfeinert. Als Grundlage dienten umfangreiche Studien an breit aufgestellten Untersuchungsgruppen. Die beiden Ärzte ermittelten aus ihren Ergebnissen einen typischen Verlauf des androgenetischen Haarausfalls, der zunächst an den Schläfen und der Stirn beginnt. Es folgt schwindendes Haar am oberen Hinterkopf.

In der Endphase erstreckt sich eine kahle Fläche über den gesamten Schädel. Übrig bleibt zumeist ein Haarkranz, der sich von den Ohren einmal um den Hinterkopf zieht. Der Verlauf des erblich bedingten Haarausfalls kann durch Cremes und Tinkturen im günstigsten Fall verlangsamt werden – stoppen lässt er sich nicht. Betroffene Männer müssen sich an einem bestimmten Punkt entscheiden: Für eine Glatze, ein Haarteil oder eine Haarimplantation, beispielsweise durch Eigenhaarverpflanzung.

Die sieben Stadien des androgenetischen Haarausfalls

Die Norwood-Hamilton-Skala unterscheidet sieben verschiedene Typen des androgenetischen Haarverlusts:

  • Typ I ist durch ein minimales oder auch gar kein Zurückweichen des Haaransatzes charakterisiert.
  • Bei Typ II zeigt sich beginnender Haarausfall besonders im frontalen Bereich des Kopfes. Deutliche Geheimratsecken bilden sich aus. Sie überschreiten allerdings noch nicht die Grenze, die eine imaginäre Linie festlegt. Sie spannt sich wie ein Bogen über den Kopf und beginnt und endet jeweils zwei Zentimeter vor den äußeren Gehörgängen.
  • Bei Typ III haben die Geheimratsecken den gedachten Verbindungsbogen vor den äußeren Gehörgängen nennenswert überschritten und „arbeiten“ sich weiter Richtung Hinterkopf vor. Das Hamilton-Norwood-Schema spricht erstmals von beginnender Kahlheit.
  • Typ IV ist von fortschreitendem Haarverlust im Scheitelbereich gekennzeichnet. Auch der frontale Haarausfall ist stärker ausgeprägt als noch in Stufe 3. Ein Streifen mäßig dichten Haares trennt die Sektoren starken Haarverlusts im Frontalbereich von denen der Haarkrone.
  • Typ V verfügt nur noch über einen schmalen Haarstreifen, der zwischen den „Verlustgebieten“ im Stirn- und Scheitelbereich vorhanden ist. Aus der Vogelperspektive betrachtet, nehmen die noch verbliebenen Haare an den Schläfen und am Hinterkopf die Form eines Hufeisens an.
  • Bei Typ VI hat sich der Haarverlust an den Seiten weiter ausgebreitet und das bislang noch vorhandene Haarband über der Krone ist (fast) nicht mehr vorhanden. Die Bereiche ohne Haare vereinigen sich fast zu einem Gesamtkomplex.
  • Bei Typ VII ist nur noch ein schmales Haarband am Hinterkopf verblieben. Und auch dieses weist einen zumeist feineren und weniger dichten Bewuchs aus.

Flächenbrand: Das Tempo des Haarverlusts

Die Schnelligkeit, mit der der Haarverlust fortschreitet, bemisst sich vor allem daran, wann er beginnt. Männer, die bereits um das 20. Lebensjahr herum viele Haare verlieren, erreichen vermutlich bereits mit 30 das Stadium V, VI oder sogar VII der Norwood-Hamilton-Skala.

Dieser Verlauf wird als „Früher Steppenbrand“ („Early Wildfire“) bezeichnet. Soweit genügend Spenderhaar verblieben ist, empfiehlt es sich in diesen Fällen, bereits mit 30 über eine Haartransplantation nachzudenken. Um das eigene Selbstbewusstsein durch eine weiterhin attraktive Erscheinung zu stärken.

Der Segen eines „späten Ausbruchs“

Tritt der Haarverlust hingegen erstmals um die 30 auf, verläuft der Prozess mit deutlich gedrosseltem Tempo. Möglicherweise wird ein bestimmtes Stadium der Norwood-Hamilton-Skala erreicht – ein weiterer Fortgang findet allerdings nicht statt.

Eine solche Verlaufsform trägt den Titel „Früher Schwelbrand“ („Early Smoldering“). Ein „Später Ausbruch“ („Late Onset“) liegt hingegen vor, wenn der Haarverlust erst jenseits des 40. Lebensjahres beginnt. Diese Form zeigt ein zumeist sehr gemäßigtes Tempo und führt nur in Ausnahmefällen zur vollständigen Kahlköpfigkeit.

Eine Haarverpflanzung kann beim „späten Ausbruch“ durchaus in einem frühen Norwood-Hamilton-Stadium Sinn machen.

Fazit: Das Schicksal austricksen

Gegen den erblich bedingten Haarausfall bei Männern ist trotz aller Forschungen und wissenschaftlichen Studien noch keine nachweislich wirksame Rezeptur erfunden worden. Eine Haartransplantation ist eine Möglichkeit, die Zwangsläufigkeit des Hamilton-Norwood-Schema „auszutricksen“.

Es empfiehlt sich aber unbedingt, diese Entscheidung erst nach fachlich-kompetenter Diagnose und ausführlicher Beratung zu treffen. Eine Haarverpflanzung ist immer dauerhaft – vertrauen Sie Ihre neue Haarpracht deshalb nur ausgewiesenen Spezialisten wie der Elithairtransplant Klinik an.

Noch keine Kommentare!

Ihre Email Adresse wird nicht veröffentlicht.