Bisher war Ihr Haar voll und dicht. Seit einiger Zeit sind Sie wegen Depressionen in psychiatrischer Behandlung und nehmen Medikamente ein. Ihrer Seele geht es besser, doch Ihr Haarwuchs schwindet und Sie merken, dass sich dieser Umstand auf Ihr Selbstbewusstsein auswirkt und Unwohlsein erzeugt. Haarausfall durch Antidepressiva ist keine Seltenheit, sondern eine der häufigsten Nebenwirkungen der Medikation bei Depressionen. Was Sie dagegen tun können und warum das Medikament Haarschwund begünstigt erfahren Sie in diesem Artikel.

Haarausfall durch Antidepressiva

Nebenwirkung Haarausfall bei Antidepressiva

Anfänglich war alles gut. Das Antidepressiva hat angeschlagen und Sie waren glücklich darüber, dass keine der auf der Verpackung erwähnten Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen auftraten. Doch mit fortlaufender Behandlung wird Ihr Haar immer dünner und Sie bemerken, dass immer mehr Haare auf Ihrer Kleidung, im Abfluss und in der Haarbürste sind.

Zu den hauptsächlichen Nebenwirkungen von Medikamenten gegen Depressionen gehört der Haarschwund mit einer Steigerungsrate von bis zu 70 Prozent. Entscheidend für die Intensität des Haarausfalls ist die Wachstumsphase der Haare in Gegenüberstellung zur Einnahme des Medikaments.

Während der vermehrte Haarverlust durch Antidepressiva in der Ruhephase nicht ganz so stark auffällt, führt er in der Wachstumsphase der Haare binnen weniger Wochen zur vollständigen Kahlköpfigkeit. Guter Rat und ein Besuch bei Ihrem behandelnden Arzt sind nun wichtig, denn Haarschwund kann Depressionen begünstigen und damit die Wirkung der Medikation aufheben.

Ursachen für den Haarschwund bei Depressionsbehandlung

Das Wort Fluoxetin und die chemische Formel auf einem schwarzen Hintergrund

Antidepressiva kehren die Ruhephase des Haarwuchses um. Besonders starker Verlust tritt bei einer Behandlung mit Fluoxetin, Doxepin oder Imipramin auf. Hier liegt die Ausfallrate je nach Reaktion des Körpers zwischen 30 und 70 Prozent.

Leiden Sie generell schon unter sehr dünnem Haar und vermehrtem Haarverlust, verstärkt sich der Haarausfall durch Antidepressiva deutlich und kann bis zur Glatzenbildung führen. Die Problematik der Kahlköpfigkeit basiert auf der Umkehrung der Ruhephase. Während die Haare ursprünglich am Ende dieser Phase ausfallen, tritt der Verlust bei einer Umkehr bereits zu Beginn der Ruhephase ein.

Bis zum nächsten Wachstumsschub vergehen drei Monate, so dass es bei vielen Patienten zur Glatzenbildung und den damit verbundenen psychischen Beeinträchtigungen kommt. Ein weiterer Grund für die Haarproblematik ist die Grunderkrankung selbst. Depressionen begünstigen das Problem, welches sich durch die Medikation verstärkt und auf diesem Weg letztendlich zum diffusen Haarverlust auf Ihrem ganzen Kopf führen kann. Schuld sind die Wirkstoffe, die in höherer Dosis nicht ohne Nebenwirkungen verabreicht werden.

Um Sicherheit über den Zusammenhang des Haarverlust und der Antidepressiva zu erlangen, ist eine Diagnose beim behandelnden Arzt von zwingender Notwendigkeit.

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Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten

Im Anfangsstadium der Behandlung werden Sie diese Nebenwirkung kaum verspüren. Wenn es zu Haarverlust durch Antidepressiva kommt, tritt die Problematik meist einige Monate nach Behandlungsbeginn auf. Es sind Fälle bekannt, wo das Haar erst nach Behandlungsende ausfiel und daher überhaupt nicht mit der vorangegangenen Behandlung der Depression in den Zusammenhang gestellt wurde.

Ein Stopp der Nebenwirkung ist nur mit Absetzung der Medikation zu erzielen, was im Verlauf einer Behandlung psychischer Probleme nicht angeraten ist. Auch wenn der Arzt das Medikament als Ursache für diesen Zustand diagnostiziert, sollten mögliche Handlungen wie eine Minderung der Dosis oder ein Umstellung auf ein anderes Antidepressiva nur nach ärztlicher Konsultation und der Abwägung des Für und Wider erfolgen.

Ihre psychische Gesundheit steht im Vordergrund und muss in erster Linie wiederhergestellt werden. Gegen die gefürchtete Glatzenbildung können Sie anschließend vorgehen und sich diesbezüglich für eine Beratung in einer Haarklinik anmelden.

Mit Haarwuchsmitteln oder haarwuchsfördernder Ernährung lässt sich das Problem nur in den wenigsten Fällen aufhalten. Allerdings ist es möglich, den Haarschwund durch eine besonders gesunde und vitalstoffreiche Ernährung zu lindern und der vollständigen Kahlköpfigkeit während der Behandlung mit Antidepressiva vorzubeugen.

Haartransplantation bei medikamentenbedingten Haarproblemen möglich?

Nahaufnahme vom Kopf eines Mannes mit starkem Haarausfall

Sie dürfen aufatmen. Wurde Ihr Haarausfall durch Antidepressiva hervorgerufen, ist eine Erholung der Haarfollikel in einigen Fällen möglich. Gerade bei Kurzzeitbehandlungen auf medikamentöser Basis kann sich Ihr Haar nach Behandlungsende erholen und neu wachsen. Ist das nicht der Fall oder nehmen Sie die Medikamente über einen sehr langen Zeitraum ein, können Sie über die Verpflanzung von Eigenhaar nachdenken.

In einem minimalinvasiven Eingriff wird Ihnen dabei unter lokaler Betäubung im Spenderbereich Eigenhaar in Form von Grafts entnommen. Diese werden auf den Arealen verpflanzt, wo sich der Haarausfall durch Antidepressiva besonders deutlich abzeichnet. Nach einem Zeitraum von drei bis sechs Monaten wächst neues Haar nach und die Glatze ist nur noch eine Erinnerung an die Vergangenheit.

In der Beratung müssen Sie offen über die Behandlung mit Antidepressiva sprechen, da eine Haartransplantation innerhalb des Behandlungszeitraums keinen Erfolg erzielt. Das Team der Haarklinik rät Ihnen daher, den Termin für das Haarimplantat auf einen Zeitraum nach der Absetzung der Medikamente zu legen und dadurch eine Erfolgsrate von 95 Prozent zu begünstigen.

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Haarverlust ist bei Antidepressiva eine der häufigsten Nebenwirkungen

Leider ist Haarverlust durch Antidepressiva eine Nebenwirkung, die sehr häufig und in hohem Maße auftritt. Da ein Abbruch der Behandlung nicht möglich ist und zu einer Verstärkung der Depressionen führt, sind Ihnen für einen bestimmten Zeitraum sprichwörtlich die Hände gebunden. Vordergründig ist Ihre seelische Dunkelheit zu behandeln, ehe Sie gegen den Haarausfall durch Antidepressiva vorgehen und im Bedarfsfall eine Haarverpflanzung vornehmen lassen.

Die Einnahme der Medikation gegen Depressionen beeinflusst die Wachstumsphasen und sorgt dafür, dass die Ruhephase früher eintritt und Ihr Haar bereits zu Beginn dieser Etappe ausfällt. Auch wenn Haarverlust eine unangenehme und Ihr Selbstbewusstsein einschränkende Nebenwirkung ist, stellt er doch kein gesundheitliches Risiko und kein unumkehrbares Problem dar. Nach der Behandlung Ihrer Seele können Sie daher ganz in Ruhe über eine professionelle Haarbehandlung nachdenken und sich Eigenhaar verpflanzen lassen.


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