UPDATE ZUM CORONAVIRUS (COVID-19): Mehr erfahren

UPDATE ZUM CORONAVIRUS (COVID-19): Mehr erfahren

Junger Mann joggt am Wasser entlang.

Joggen nach Haartransplantation: Gefahr durch Schweiß und mehr

Joggen ist nach einer Haartransplantation vorerst mit gewissen Gefahren verbunden. Auch wenn das Laufen für Sie einen wichtigen Bestandteil des Alltags darstellt, dürfen Sie die Risiken im Anschluss an eine Eigenhaarverpflanzung nicht einfach ignorieren.

Wir bieten Ihnen hierzu umfassende Informationen. Dabei erklären wir Ihnen, warum Schweiß für transplantierte Haare problematisch sein kann und wie lange der Verzicht empfehlenswert ist.

Inhaltsverzeichnis

  1. Unterschätzte Gefahr von Joggen nach der Haartransplantation
  2. Zusätzliche Gefahr der Stürze und Sonnenstrahlen
  3. Ab wann dürfen Patienten nach der Haarimplantation wieder joggen?
  4. Wo werden die Haare entnommen?
  5. Längere Probleme in der freien Natur
  6. Welche sonstigen Sportarten sollten Betroffene vorerst vermeiden?
  7. Fazit: Gefragte Geduld und vorsichtiger Einstieg

Unterschätzte Gefahr von Joggen nach der Haartransplantation

Obwohl das Joggen nach der Haartransplantation für viele Menschen relativ harmlos klingt, stellt der Ausdauersport für die verpflanzte Haarpracht zunächst eine äußerst ernsthafte Gefahr dar. In den ersten Tagen sind sogar viel leichtere Anstrengungen noch ein absolutes Tabu.

Denn Ihre Kopfhaut mit den transplantierten Haaren ist im Anschluss an die Haarimplantation noch sehr empfindlich. Die einzelnen Verletzungen an Einstichstellen mit eingesetzten Haarfollikeln sind äußerst winzig und müssen zusammen dennoch als eine große Wunde betrachtet werden.

Ebenso wichtig ist die Schonung in den Zonen, aus denen Haarspezialisten während der Haarverpflanzung die Follikel entnehmen.

Für den Erfolg der Haartransplantationen ist es wichtig, dass die Heilungsprozesse in allen betroffenen Bereichen möglichst reibungslos und ohne Störungen verlaufen.

Darüber hinaus bleibt das Joggen nach der Haartransplantation vorerst problematisch, weil die verpflanzten Haarfollikel zuerst fest anwachsen müssen. Währenddessen ist es entscheidend, dass Sie mit Ihrem Verhalten schützende Krusten auf der Kopfhaut nicht beschädigen.

Der Schweiß beim Ausdauersport ist hierbei eine von mehreren Bedrohungen. Vor allem wenn Sie draußen in der freien Natur joggen, kommen die Sturzgefahr und die Sonneneinstrahlung als potenzielle Probleme hinzu.

Zusätzliche Gefahr der Stürze und Sonnenstrahlen

Sobald Sie im Rahmen eines Ausdauerlaufs stürzen, können schwerwiegende Verletzungen sowohl das Anwachsen der Haarfollikel als auch die Heilung der Kopfhaut nachhaltig gefährden.

Ein Aufprall mit starken Stößen gegen den Kopf zerquetscht die Follikel im Extremfall sogar sprichwörtlich. Damit besteht die Gefahr, dass am Ende nicht die gewünschten Resultate sichtbar sind.

Im Empfänger- und im Spenderbereich sind Kopfstöße außerdem denkbare Ursachen einer Blutung. Dadurch müssen Patienten mit weiteren Komplikationen in der Heilungs- und Anwachsphase rechnen.

Insofern Sie zu früh in der Sonne joggen, verursachen die UV-Strahlen auf der empfindlichen Kopfhaut vielleicht Sonnenbrände. Wer vollkommen fahrlässig die behandelten Stellen sofort der Sonneneinstrahlung aussetzt, lässt die verpflanzten Haarfollikel in besonders schweren Fällen absterben.

Schlimmstenfalls entstehen wegen Schweiß, Stürzen und Sonneneinstrahlungen sogar Infektionen oder sonstige Erkrankungen, die Ihre Haargesundheit bedrohen. Schützende Kopfbedeckungen sind ebenfalls problematisch und somit oft keine Lösung gegen die drohenden Gefahren.

Wieso ist Schweiß für die Kopfhaut ein Problem?

Mann beim Joggen nach der Haartransplantation mit Schweiß auf der Stirn
Das Schwitzen beim Joggen nach einer Haartransplantation ist ein potenzielles Problem, weil die Aufweichung der Krusten mit erheblichen Komplikationen verbunden sein kann. Solange die Haarfollikel nicht fest angewachsen sind, sorgt die Krustenbildung zunächst für einen sicheren Halt.

Follikel gehen schlimmstenfalls verloren, insofern die Schweißbildung beim frühzeitigen Ausdauersport die Krusten stark beschädigt. Infektionen mit einer zusätzlichen Gefährdung der Kopfhaut sind eine weitere denkbare Folge des Schwitzens.

Ab wann dürfen Patienten nach der Haarimplantation wieder joggen?

Im Anschluss an eine Eigenhaarverpflanzung raten Haarspezialisten für mindestens zwei Wochen generell davon ab, irgendeine Art des Sports auszuüben. Daraufhin ist es aber definitiv nicht sinnvoll, direkt wieder ohne Einschränkungen mit dem Joggen nach der Haartransplantation zu beginnen.

Allgemein ist ein äußerst vorsichtiger und langsamer Wiedereinstieg in den Sport empfehlenswert. An die volle Belastung müssen Sie sich im Verlauf mehrerer Wochen behutsam herantasten. Bei Ausdauerläufen kommen daher zuerst nur kleine Runden in Frage.

Längere Probleme in der freien Natur

Das Joggen in der freien Natur ist auch in der dritten Woche nach der Haarimplantation noch sehr problematisch. Denn die Sonneneinstrahlung stellt genauso wie die Sturzgefahr dann immer noch ein erhöhtes Risiko für die verpflanzten Haarfollikel dar.

Sie können mit dem Arzt besprechen, ob das Joggen in einem sicheren Gelände bei einem bewölkten Himmel eine Option darstellt. Wenn Sie der Sonne durch einen Ausdauerlauf mit zu dunklen Lichtverhältnissen ausweichen, steigert die begrenzte Sicht jedoch wiederum die Sturzgefahr.

Eine große Sport-Halle ohne Hindernisse ist für den Einstieg daher manchmal die bessere Umgebung.

Mehr als 14 Tage nach der Haarverpflanzung bleibt das Schwitzen weiterhin eine denkbare Ursache von Komplikationen, sobald Sie damit falsch umgehen. Es ist sehr wichtig, dass Sie den Schweiß natürlich ablaufen lassen und am Ende einer Trainingseinheit lediglich sehr vorsichtig ohne Reibung abtupfen.

Darum dürfen Sie relativ lange keine zu engen Kopfbedeckungen nutzen. Ungeeignete Kappen oder Mützen gefährden ansonsten einen reibungslosen Schweißablauf und führen stattdessen auf der Kopfhaut sozusagen einen Schweiß-Stau herbei.

Falls Sie deshalb Ihren Kopf mit besonders leichten Hüten vor der Sonne schützen möchten, könnten diese Kopfbedeckungen wiederum bei schnellen Laufbewegungen oder durch Windstöße sprichwörtlich wegfliegen.

Aus diesen Gründen raten viele Experten dazu, vor dem Joggen mit voller Belastung zumindest sechs Wochen zu warten. Im Zweifelsfall sollten Sie sich deswegen mit Ihrem behandelnden Haarspezialisten absprechen.

Welche sonstigen Sportarten sollten Betroffene vorerst vermeiden?

Neben dem Joggen ist nach der Haartransplantation auch sonstiger Sport innerhalb der ersten 14 Tage ein absolutes Tabu. Bei vielen Sportarten ist im Anschluss an eine Eigenhaarverpflanzung sogar eine viel längere Pause allgemein dringend empfehlenswert, weil eine erhöhte Gefahr für Kopfverletzungen besteht.

Obwohl im Hinblick auf die erforderliche Wartezeit natürlich die Aussagen Ihres behandelnden Arztes im individuellen Einzelfall entscheidend sind, bieten die folgenden Richtwerte zu unterschiedlichen Sportaktivitäten Ihnen eine grobe Orientierungshilfe:

  • Weitere Ausdauersportarten mit relativ schonenden und sanften Bewegungsabläufen: Zumindest zwei Wochen Pause
  • Schwimmen: Vier Wochen
  • Kraftsport: Vier Wochen
  • Wasserspringen oder Tauchen: Sechs Wochen
  • Radsport draußen: Sechs Wochen
  • Kampfsportarten wie Boxen, Judo und Ringen: Sechs Wochen
  • Fußball, Handball, Basketball und ähnliche Ballsportarten: Sechs Wochen

Fazit: Gefragte Geduld und vorsichtiger Einstieg

Bevor Sie mit dem Joggen nach einer Haartransplantation beginnen, ist unbedingt Geduld gefragt. Im Anschluss an eine Haarverpflanzung bleibt jede Form des Ausdauersports zwei Wochen lang ein absolutes Tabu, weil die Risiken bei der Schweißbildung für die schützenden Krusten an den behandelten Stellen viel zu hoch sind.

Sobald Sie draußen joggen, können die Umgebung und das Wetter jedoch zu weiteren Gefahren für die Ergebnisse der Haarimplantation führen. Wenn Sie Risiken durch die Sonneneinstrahlung und Stürze mit Kopfstößen vermeiden wollen, gelten mindestens sechs Wochen Wartezeit als ratsam.

Ein vorsichtiger Trainingseinstieg und die Rücksprache mit behandelnden Ärzten vor der vollen Belastung ersparen Ihnen oft Probleme.

Noch keine Kommentare!

Ihre Email Adresse wird nicht veröffentlicht.