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Mann schwitzt nach dem Sport.

Diese Gefahr lauert beim Schwitzen nach einer Haartransplantation

Schwitzen nach einer Haartransplantation ist in den ersten Wochen ein potenzielles Problem, weil die Kopfhaut durch die Eigenhaarverpflanzung kurzfristig gereizt und sensibel reagiert. Behandelnde Haarspezialisten empfehlen Ihnen im Anschluss an eine Haarimplantation verschiedene Verhaltensmaßnahmen.

Wir erklären Ihnen, warum die Vermeidung der Schweißbildung während der Heilungsphase dabei eine zentrale Rolle spielt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Weshalb ist Schwitzen nach einer Haartransplantation problematisch?
  2. Warum schwitzen Menschen überhaupt?
  3. Wie produziert der Körper Schweiß?
  4. Welche Funktion erfüllt das Schwitzen für den Körper?
  5. Wie lange nicht schwitzen nach einer Haartransplantation?
  6. Fazit: Wichtiger Vorgang als Gefahr nach Haartransplantationen

Weshalb ist Schwitzen nach einer Haartransplantation problematisch?

Durch das Schwitzen nach einer Haartransplantation besteht die Gefahr, dass Krusten an den behandelten Stellen auf der Kopfhaut aufgeweicht werden.

Die Krustenbildung sorgt im Anschluss an eine Haarverpflanzung in den ersten Tagen für einen sicheren Halt der transplantieren Haarfollikel, die zuerst anwachsen müssen.

Sobald der Schweiß die schützende Kruste in dieser Phase mit einer aggressiven Wirkung beeinträchtigt, kann somit der Heilungsprozess negativ beeinflusst sein.

Schlimmstenfalls kommt es sogar zu Komplikationen beim Anwachsen der Haarfollikel. Darüber hinaus führt das Schwitzen nach der Haartransplantation in besonders schlimmen Einzelfällen letztlich zu Entzündungen und folgenreichen Infektionen.

Im Extremfall bedroht der Schweiß im direkten Anschluss an eine Eigenhaarverpflanzung somit die allgemeine Haargesundheit und wirkt sich auf den gesamten Körper unvorteilhaft aus.

Warum schwitzen Menschen überhaupt?

Um das Schwitzen nach einer Haartransplantation zu vermeiden, sollten Sie sich auch mit den Ursachen befassen. Die folgenden Gründe führen zur Schweißbildung:

  • Regulierung der Körpertemperatur durch thermoregulatorisches Schwitzen
  • Reaktion auf Stress oder Angst beim emotionalen Schwitzen
  • Geschmacksreiz als Auslöser für das gustatorische Schwitzen
  • Störungen und Erkrankungen als Ursache von krankhaftem Schwitzen

Thermoregulatorisches Schwitzen mit erhöhter Körpertemperatur

Sobald Ihre Körpertemperatur erhöht ist, reagiert Ihr Körper darauf mit dem thermoregulatorischen Schwitzen. Diese Situation führen Sie mit körperlichen Anstrengungen oder beim Aufenthalt in einer heißen Umgebung herbei.

Mit der Schweißbildung wird Ihre Körpertemperatur nach unten reguliert.

Emotionales Schwitzen durch Stress- oder Angstreaktion

Durch Gefühle mit nervöser Erregung kommt es vorwiegend in den Achseln und an Ihren Handflächen zum emotionalen Schwitzen.

Manchmal ist davon aber auch die Stirn betroffen. Ursachen für diese Art des Schwitzens sind Schockreaktionen, Lampenfieber und unterschiedliche Ängste. Befangenheit und Wut drücken sich teilweise ebenfalls mit Schweiß aus.

Geschmacksschwitzen beim Kauen bestimmter Speisen

Das gustatorische Schwitzen mit einem Geschmacksreiz als Auslöser tritt in erster Linie im Gesicht an der Stirn, der Oberlippe und den Wangen auf.

Wenn Sie scharf gewürztes Essen oder saure Speisen verzehren, ist das Geschmacksschwitzen eine häufige Folge des angeregten Stoffwechsels. Alkohol ist eine weitere Ursache für diese Form der Schweißbildung.

Ein Grund, warum Sie Alkohol und scharfes Essen nicht konsumieren sollten, um schwitzen nach der Haartransplantation zu vermeiden.

Krankhaftes Schwitzen durch Störungen und Erkrankungen

Einige Störungen oder Erkrankungen führen mit der sogenannten Hyperhidrose zum krankhaften Schwitzen. Menschen mit diesem Problem leiden generell unter einer überdurchschnittlichen Schweißabsonderung.

Die primäre Hyperhidrose basiert auf keiner Grunderkrankung und zeigt sich meistens durch seelische Anspannung. Seltene Varianten des krankhaften Schwitzens hängen mit Infektionen, Tumoren oder sonstigen Erkrankungen zusammen.

Wie produziert der Körper Schweiß?

Das Schwitzen ist ein physiologischer Prozess Ihres Körpers. Das vegetative Nervensystem steuert diesen Vorgang. Für die Schweißabsonderung sind die Schweißdrüsen zuständig. Diese Drüsen sind in allen Bereichen des Körpers vorhanden.

Neben ekkrinen Schweißdrüsen für die Wärmeregulierung gibt es Duftdrüsen, die an Haarfollikel gebunden sind und mit dem Schweiß zusätzlich zu einer Geruchsbildung führen.

Welche Funktion erfüllt das Schwitzen für den Körper?

Obwohl das Schwitzen direkt nach der Haartransplantation gefährlich sein kann, erfüllt der Vorgang für Ihren Körper allgemein wichtige Aufgaben. Eine Hauptfunktion ist die Temperaturregulierung.

Außerdem transportiert der Schweiß Giftstoffe ab und schützt Ihre Haut vor dem Austrocknen. Die Schweißdrüsen produzieren auch Stoffe, die für die Abwehr von Krankheitserregern wichtig sind. Bei der Immunabwehr Ihres Körpers spielt der Schweiß somit eine zentrale Rolle.

Wie lange nicht schwitzen nach einer Haartransplantation?

Das Schwitzen nach einer Haartransplantation müssen Sie in den ersten Tagen möglichst ganz verhindern und in den folgenden Wochen zumindest in vertretbaren Grenzen halten.

Bis zum Ende des vierten Tags im Anschluss an die Haarimplantation ist es entscheidend, dass jede schweißtreibende Aktivität ein absolutes Tabu bleibt. Ansonsten verzögern Sie damit die Heilung oder gefährden den Prozess im Extremfall.

Auch nach der ersten Woche sollten Sie weiterhin noch unbedingt auf Tätigkeiten verzichten, bei denen Sie stark schwitzen. Für mindestens 14 Tage raten Experten Ihnen generell sogar von sehr leichten Formen des Sports ab.

Bevor Sie irgendeine anstrengende Aktivität wieder aufnehmen, müssen Sie unbedingt zuerst mit Ihrem behandelnden Spezialistenteam diese Pläne abklären. Dadurch erfahren Sie, wann das Schwitzen nach einer Haartransplantation in Ihrem individuellen Einzelfall im begrenzten Ausmaß vertretbar ist.

Gehen Sie es zwei Wochen lang ruhig an

Mann beim Krafttraining verhindert aber schwitzen nach Haartransplantation
Mit Sport nach der Haartransplantation sollten Sie warten. Ab der dritten Woche kommen zunächst höchstens vorsichtige Übungen ohne schweißtreibende Beanspruchungen der Kopfhaut infrage. Dann stellen einige Ausdauersportarten in einem begrenzten Ausmaß für die meisten Betroffenen keine Gefahr mehr dar.

Sie sollten dabei aber definitiv nicht sofort voll durchstarten und die Intensität der Trainingseinheiten ziemlich langsam steigern. Geduld und Vorsicht genießen beim Wiedereinstieg in den Sport höchste Priorität.

Mindestens vier Wochen Wartezeit sind wiederum erforderlich, wenn Sie mit leichtem Krafttraining beginnen wollen, sofern Ihr Arzt nicht früher grünes Licht gibt.

Dann ist es wichtig, dass Sie mit dem Schweiß richtig umgehen und somit den Erfolg der Haarverpflanzung nicht gefährden. Auf Kopfbedeckungen wie Kapuzen oder Mützen sollten Sie während des Trainings in den ersten Monaten nach der Haarimplantation verzichten.

Denn Sie müssen den Schweiß unbedingt gut und natürlich ablaufen lassen. Um das Narbengewebe nicht zu beanspruchen, dürfen Sie Schweißtropfen im behandelten Bereich der Kopfhaut auf keinen Fall mit starker Krafteinwirkung abwischen.

Stattdessen können Sie den Schweiß äußerst vorsichtig abtupfen.

Fazit: Wichtiger Vorgang als Gefahr nach Haartransplantationen

Obwohl Schweiß für Ihren Körper in vielen Situationen unverzichtbar ist und mit gesundem Ausmaß Schutzfunktionen erfüllt, müssen Sie das Schwitzen nach einer Haartransplantation vorerst unbedingt vermeiden.

Denn die schützende Funktion der gebildeten Kruste an der Kopfhaut genießt im Anschluss an eine Eigenhaarverpflanzung zunächst eine hohe Priorität.

Wer durch unnötige Aktivitäten schwitzt, führt vor allem in der ersten Woche nach der Haarimplantation möglicherweise eine gefährliche Krustenaufweichung herbei.

Sobald 14 Tage vergangen sind, lassen sich begrenzte Schweißmengen mit vorsichtigem Abtupfen meistens beherrschen.

Bevor Sie wieder mit überdurchschnittlichen Kraftanstrengungen beginnen, sollten Sie allerdings zumindest einen Monat warten und alle individuellen Vorgaben Ihres behandelnden Spezialisten Teams genau einhalten.

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