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Einseitiger Haarausfall beim jungen Mann Geheimratsecken

Einseitiger Haarausfall – ein häufiges Problem

Tritt der Haarverlust vor allem an einer Seite des Kopfes oder sogar des ganzen Körpers auf, spricht man allgemein davon, dass ein einseitiger Haarausfall vorliegt. Dieser ist dabei nicht so selten, wie es den meisten Menschen vorkommen kann. Es handelt sich dabei um eine Unterform des Alopecia areata, also des kreisrunden Haarausfalls. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diesen Haarausfall erkennen, wie dieser behandelt wird und welche Möglichkeiten sich dadurch für Sie ergeben.

Inhaltsverzeichnis

  1. Einseitiger Haarausfall – ein Symptom beim kreisrunden Haarausfall
  2. Warum ein einseitiger Haarverlust enorm belastend sein kann
  3. Der kreisrunde Haarausfall und seine Gründe
  4. Die Diagnose bei einem einseitigen Haarverlust
  5. Ist eine Behandlung sinnvoll und hilfreich?
  6. In vielen Fällen kehren die Haare bei einem einseitigen Haarverlust zurück
  7. Dauerhafter einseitiger Haarverlust: Und nun?
  8. Lassen Sie sich von Experten beraten
  9. Manchmal bleibt die Eigenhaarverpflanzung die einzige Alternative
  10. Einseitiger Haarausfall ist häufig harmlos – doch nicht in allen Fällen

Einseitiger Haarausfall – ein Symptom beim kreisrunden Haarausfall

Der kreisrunde Haarverlust, fachlich korrekt auch als Alopecia areata bezeichnet, ist eine häufige Erkrankung, welche vor allem in jungen Jahren auftritt, aber auch ältere Menschen befallen kann. Bei dieser Erkrankung bilden sich häufig sehr schnell, aber auch in verschiedenen Schüben, runde und haarlose Flecken im Bereich der Kopfhaare und im Bereich der Körperbehaarung.

Beim einseitigen Haarausfall konzentrieren sich diese Flächen allerdings zumeist auf eine bestimmte Seite des Körpers und des Kopfes, sodass nicht mehr von einer gleichmäßigen Verteilung gesprochen werden kann. In manchen Fällen fallen auch nur die pigmentierten Haare aus, was bei älteren Menschen schnell den Eindruck erwecken kann, sie wären praktisch über Nacht gealtert, da nur die bereits vorhandenen, grauen Haare zurückbleiben.

Warum ein einseitiger Haarverlust enorm belastend sein kann

Einseitiger Haarausfall Junge Mann vor dem Spiegel

Der kreisrunde Haarausfall an sich kann schon enorm belastend sein, wenn dieser sich über den gesamten Kopf verteilt. Ist jedoch nur eine Seite des Kopfes betroffen, fällt der Haarausfall in den meisten Fällen deutlich stärker aus und somit auch optisch mehr ins Gewicht. Der Haarverlust kann nicht mehr durch andere Haare ausgeglichen oder verdeckt werden, sodass es zu einer enormen psychischen Belastung der Betroffenen kommen kann.

Der kreisrunde Haarausfall und seine Gründe

Der einseitige Haarausfall ist noch immer nicht vollständig erforscht. Mediziner gehen aktuell davon aus, dass es sich um eine Fehlreaktion des Körpers handelt. Das Immunsystem erkennt die körpereigenen Haare beziehungsweise die Haarwurzeln als Fremdkörper und greift diese an. Dabei entstehen an den Haarwurzeln Entzündungen, sodass die Haare nicht mehr richtig wachsen können und ausfallen.

Überdurchschnittlich häufig tritt diese Form des Haarausfalls in Kombination mit verschiedenen anderen Autoimmunerkrankungen auf. Warum es allerdings zu einem einseitigen Haarverlust kommt und somit nur bestimmte Areale betroffen sind, kann bis jetzt immer noch nicht erklärt werden.

Die Diagnose bei einem einseitigen Haarverlust

Stellen Sie einen einseitigen Haarverlust fest, sollten Sie diesen möglichst schnell von einem Dermatologen überprüfen lassen. Dabei überprüft der Arzt nicht nur das gesamte Körperhaar, sondern nimmt auch die Haut und die Nägel näher in Augenschein. Denn die Alopecia areata kommt sehr häufig auch mit deutlichen Veränderungen der Nägel einher, sodass hier die Diagnose besonders einfach zu stellen ist.

Zudem wird die Kopfhaut mit einem Dermatoskop untersucht. So können in den kahlen Stellen die Poren der Haarbälge erkannt werden. Das ist unter anderem ein Zeichen dafür, dass nach dem Verlust die Haare wieder nachwachsen können. Auch weitere Symptome wie geschwollene Lymphknoten hinter den Ohren können als Indikator für die Erkrankung dienen.

Ist eine Behandlung sinnvoll und hilfreich?

In vielen Fällen muss einseitiger Haarausfall nicht therapiert werden, sondern bildet sich im Verlauf von sechs bis zwölf Monaten von allein wieder zurück. In diesen Fällen wird die Immunreaktion des Körpers unterdrückt und es kommt wieder zu einem normalen Haarwachstum an den betroffenen Stellen. Allerdings kann die Erkrankung erneut auftreten, was nie ganz ausgeschlossen werden kann.

Kommt es jedoch zu einem sehr starken Haarausfall oder ist kein Anzeichen des Nachwachsens der Haare zu erkennen, kann eine medikamentöse Therapie angeraten sein. Hierbei wird vor allem Kortison eingesetzt, welches als Creme oder auch in Tablettenform genutzt werden kann.

In vielen Fällen kehren die Haare bei einem einseitigen Haarverlust zurück

Wenn die Behandlung rechtzeitig und gezielt erfolgt, kann sehr häufig ein dauerhafter und bleibender Haarverlust vermieden werden. Zwar bedarf es einiger Zeit der Behandlung, doch dafür wachsen die Haare absolut natürlich wieder nach, sodass die Spuren der Erkrankung bald wieder der Vergangenheit angehören. In diesen Fällen profitieren die Patienten von der gezielten Behandlung mit Kortison, welches die Entzündungsreaktionen an den Haarwurzeln ausbremst.

Dauerhafter einseitiger Haarverlust: Und nun?

In besonders schlimmen und starken Fällen helfen allerdings keine Therapien mehr. Selbst experimentelle Therapien stoßen bei wenigen Patienten an ihre Grenzen und sorgen somit für echte Probleme bei diesen Personen. Denn einseitiger Haarausfall lässt sich auf Dauer kaum verbergen. Dementsprechend wichtig ist es, dass Sie jede mögliche Therapie in Anspruch nehmen, um den Haarausfall auf medizinischem Wege zu bekämpfen.

Lassen Sie sich von Experten beraten

In diesen Fällen ist eine umfassende Beratung immer sehr wichtig. Dabei spielt auch die Erfahrung des Experten eine wichtige Rolle, da dieser Sie entsprechend fachkundig beraten kann. Ist sicher, dass an den betroffenen Stellen auch durch weitere Behandlungen keine Haare mehr nachwachsen können, beispielsweise, weil die Haarwurzeln durch die Entzündungen zerstört wurden, kann eine alternative Lösung Linderung bringen. Denn in diesen Fällen kann eine Eigenhaartransplantation der einzige Weg sein, um die Haarpracht wieder herstellen zu können.

Manchmal bleibt die Eigenhaarverpflanzung die einzige Alternative

Natürlich kommt eine solche Lösung nicht immer in Frage. Es gibt viele Faktoren, welche eine wichtige Rolle spielen. Vor allem da Sie bedenken müssen, dass ein weiterer Krankheitsschub leider auch die frisch implantierten Haare betreffen kann. Wenn jedoch längere Zeit keine neuen Schübe mehr aufgetreten sind, können Sie den Eingriff dennoch in Anspruch nehmen.

Wichtig ist hierbei vor allem eine umfassende Anamnese durch die behandelnde Haarklinik und eine umfassende Aufklärung durch die dort arbeitenden Experten.

Einseitiger Haarausfall ist häufig harmlos – doch nicht in allen Fällen

Da ein einseitiger Haarausfall sehr häufig eine Variante der Alopecia areata darstellt, ist dieser in vielen Fällen relativ harmlos. Der Haarverlust wird durch einen falschen Angriff des Immunsystems auf die eigenen Haarwurzeln ausgelöst. Bei vielen Betroffenen wachsen die Haare allerdings nach rund einem Jahr wieder vollständig nach. Wachsen die Haare nicht von alleine nach, kann der behandelnde Facharzt mit Kortison gegen die Entzündungen der Haarwurzeln angehen und somit häufig für eine spürbare Verbesserung der Situation sorgen.

Greift diese Therapie jedoch nicht und ein einseitiger Haarverlust wird dauerhaft, können Sie über Alternativen nachdenken. Durch eine Eigenhaarverpflanzung können Sie den Haarausfall ausgleichen und wieder für eine volles Haarbild sorgen. Wichtig ist, dass Sie den Eingriff von einem erfahrenen Experten durchführen lassen und Sie vorher umfassend über die verschiedenen Möglichkeiten beraten werden.

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